Uniklinik Heidelberg

Fehler bei Nierentransplantation: Ärzte angeklagt

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Was passierte bei der Nierentransplantation im Juli 2011? Der Patient starb acht Monate später, seine Frau, die ihm eine Niere spendete, ist heute schwer krank.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Ärzte des Uniklinikums Heidelberg wegen fahrlässiger Tötung. Ihnen werden gravierende Fehler bei einer Nierentransplantation vorgeworfen.

Wie der

Mannheimer Morgen

 (MM) in seiner Mittwochsausgabe berichtet, geht eine 59-jährige Frau gegen die Heidelberger Universitätsklinik vor. Sie verlor vor drei Jahren ihren Mann. Dem war acht Monate vor seinem Tod eine Niere transplantiert worden – eine Lebendspende seiner Frau. Dem Ehepaar sei vor der Operation vermittelt worden, dass das Prozedere Routine sei. Doch nun ist der Mann tot und seine Frau schwer krank.

Ein Gutachten besage, dass "möglicherweise schwere Fehler gemacht worden sind". Was sich in Heidelberg abgespielt habe, "lege den Verdacht strafbarer Handlungen nahe", zitiert die Süddeutsche Zeitung die ehemalige Richterin am Bundesgerichtshof, Ruth Rissing-van Saan. Sie leitet die Vertrauensstelle Transplantationsmedizin der Bundesärztekammer. Rissing-van Saan gab die Unterlagen der betroffenen Familie an die Heidelberger Staatsanwaltschaft weiter.

Die Klinik äußerte sich gegenüber dem MM nicht zu den Vorwürfen, "mit Rücksicht auf die Schweigepflicht und das laufende Verfahren".

mm

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