Platz für 200 Menschen

Heidelberg hilft Flüchtlingen

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Die Patton Barracks in Heidelberg. Hier könnten knapp 200 weitere Flüchtlinge kurzfristig Unterschlupf finden.

Bereits 500 Flüchtlinge hat die Neckarstadt aufgenommen, nun bereitet sich Heidelberg auf die Unterbringung 200 weiterer Menschen vor.

Aktuell arbeitet die Stadtverwaltung an der Erhöhung der Unterbringungskapazitäten, um 200 weiteren Flüchtlingen Unterschlupf gewähren zu können. 

Diese wurden der Stadt von den Erstaufnahmestellen des Landes zugewiesen, das händeringend nach Möglichkeiten sucht, Notaufnahmen für Flüchtlinge zu schaffen. Die Erstaufnahmestelle in Karlsruhe ist vollkommen überlastet. Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen mussten in den vergangenen Tagen ihre Erstaufnahmestellen schließen.

Dabei wurde Kontakt zur Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hergestellt, um die Nutzung von leerstehenden Militärgebäuden zu prüfen. Dabei untersucht das Land auch Möglichkeiten zur kurzfristigen Nutzung ehemaliger US-Gebäude in Heidelberg - im Fokus stehen dabei dezentrale Unterbringungen, beispielsweise in einzelnen Gebäuden als Notunterkünfte auf den Konversionsflächen Patton Barracks und Hospital.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat, nachdem das Land am Mittwoch kurzfristig an die Stadt herangetreten war, aufgrund der Dringlichkeit heute dem zuständigen Landesministerium Lösungsvorschläge signalisiert. Würzner verweist darauf, dass das Land der Stadt die Möglichkeit geben muss, sich bei weitergehenden Anforderungen mit dem Gemeinderat zu verständigen.

"Es ist klar, dass wir uns dieser Verantwortung stellen", sagt Heidelbergs OB Dr. Eckart Würzner. "Die Älteren unter uns wissen, was Krieg und Vertreibung bedeuten. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, um Flüchtlingen zu helfen."

Hintergrund: Seit Monaten steigen Flüchtlingszahlen in ganz Deutschland enorm. Bis Jahresende wird der Flüchtlings-Zustrom aktuellen Schätzungen zufolge vier Mal so hoch sein wie noch 2012. Alleine in Baden-Württemberg wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres fast 9.000 Menschen in den zuständigen Erstaufnahmestellen registriert.

rob

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