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Stadt Heidelberg kümmert sich um Obdachlose: Winter-Notquartiere geöffnet

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Von: Madlen Trefzer

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Heidelberg - Die Stadt richtet für obdachlose Menschen ein Winter-Notquartier ein. Dabei stehen bis Anfang April 2023 Übernachtungsplätze für Wohnungslose zur Verfügung.

Das Winter-Notquartier für Obdachlose im Stadtteil Rohrbach hat seit dem 15. November wieder geöffnet. Bis Anfang April 2023 gibt es hier Übernachtungsplätze für wohnungslose Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Heidelberg haben. In den vergangenen Jahren habe sich laut Stadt Heidelberg gezeigt, dass nicht jeder Mensch ohne festen Wohnsitz im Winter automatisch auch eine der Obdachlosenunterkünfte entgegennimmt.

Stadt Heidelberg: Winterquartiere für Obdachlose in verschiedenen Stadtteilen eingerichtet

Teils kommen Betroffene auch bei Verwandten oder Freunden unter, andere nehmen die Angebote aus unterschiedlichsten persönlichen Gründen nicht an. „Die Plätze, die zur Verfügung stehen, werden nach den Erfahrungen der Vorjahre ausreichen. Sollte ausnahmsweise ein höherer Bedarf auftreten, hat unsere Fachstelle für Wohnungsnotfälle Verfügungswohnungen eingerichtet, die ergänzend genutzt werden können“, sagt Angelika Haas-Scheuermann, Leiterin des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg.

In Heidelberg stehen für wohnungslose Menschen neben dem Winterquartier folgende Hilfsangebote zur Verfügung: bis zu 80 Plätze bei Obdach e.V. im ganzen Stadtgebiet, bis zu 70 Plätze im Wichernheim der evangelischen Stadtmission (Altstadt), 4 Plätze für wohnungslose Frauen im Margot-Becke-Ring in Kirchheim, 6 Plätze zur Betreuung in eigenem Wohnraum und zur nachgehenden Betreuung im gesamten Stadtgebiet, 8 Plätze zur Betreuung von jungen Volljährigen in verschiedenen Stadtteilen.

Stadt Heidelberg finanziert auch eine Streetwork-Stelle für Obdachlose

Des Weiteren gibt es zwei Notschlafplätze für Frauen im Margot-Becke-Ring, eine Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Menschen im Karl-Klotz-Haus in der Weststadt (betrieben durch den SKM), eine Tagesstätte mit Fachberatung für wohnungslose Frauen im „FrauenRaum“ im Margot-Becke-Ring 17/2 in Kirchheim. Im Vergleich zu anderen Städten in Baden-Württemberg gibt es in Heidelberg ein überdurchschnittlich großes Angebot an Plätzen im ambulant betreuten Wohnen sowie die speziellen Angebote für wohnungslose Frauen. Für wohnungslose Frauen in der Prostitution steht in Mannheim die Organisation Amalie zur Verfügung.

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Die Stadt Heidelberg finanziert auch eine Streetwork-Stelle. Dort sind Sozialarbeiter direkte Ansprechpartner für Menschen auf der Straße. Außerdem gibt es die Fachstelle für Wohnungsnotfälle der Stadt, die Unterkünfte für wohnungslose Menschen bereitstellt, diese bei der Wohnungssuche unterstützt und hilft, bestehenden Wohnraum zu sichern, wenn ein Verlust droht. Kontakt: Fachstelle für Wohnungsnotfälle und Flüchtlinge, Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg, Bergheimer Straße 155, 69117 Heidelberg, Telefon 06221 58-37000. (pm/mad)

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