1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Nach Bombenfunden in der Bahnstadt: Stadt Heidelberg ordnet Baupause an

Erstellt:

Von: Daniel Hagen, Florian Römer

Kommentare

Heidelberg - Nachdem in der Bahnstadt bei Bauarbeiten zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden sind, hat die Stadt Heidelberg einen Baustopp angeordnet.

Update vom 21. Dezember, 11:20 Uhr: Nach zwei Bombenfunden in der Bahnstadt hat die Stadt Heidelberg angeordnet, dass die Bauarbeiten erstmal pausiert werden müssen. Wie ein Sprecher der Stadt dem Mannheimer Morgen erklärt, müsse zuerst ein Räumungskonzept durch den Kampfmittelräumdienst erstellt und umgesetzt werden.

Dafür sollen erneut Untersuchungen des schwer sondierbaren Bodens durchgeführt werden. Wann diese fertig sein werden, ist bislang noch unklar. Man gehe aber davon aus, dass die Arbeiten erst nächstes Jahr weitergehen. Experten seien bereits auf dem Gelände in der Bahnstadt an der Arbeit.

Zweite Weltkriegsbombe in der Bahnstadt erfolgreich entschärft

Update vom 16. Dezember, 6:58 Uhr: Die Stadt Heidelberg informiert darüber, dass trotz erfolgreicher Bombenentschärfung einzelne Kitas und Schulen am Freitag (16. Dezember) geschlossen bleiben – so die Grundschule Bahnstadt und die Gregor Mendel-Realschule sowie folgende Kitas: Kindertagesstätte First, Mäusezauber Bahnstadt, „Denk mit!“, Kita Zollhofgarten, die städtische Kindertageseinrichtung Gadamerplatz und die städtische Kindertageseinrichtung Schwetzinger Terrasse.

Den Grund für die geschlossenen Erziehungseinrichtungen nennt ein Stadtsprecher auf Anfrage von HEIDELBERG24: „Der Krisenstab hat die Entscheidung, die betroffenen Kitas und Schulen zu schließen, am frühen Donnerstagabend getroffen, als die Situation noch unübersichtlich war.“ Dann sei noch nicht absehbar gewesen, ob die Entschärfung in der Nacht erfolge oder sich in den Freitag ziehe. „Am Abend hatten wir noch genügend Zeit, betroffene Eltern zu informieren.“ Am Vormittag wäre es für Eltern schwieriger gewesen, auf eine etwaige Schließung der Einrichtungen zu reagieren.

Zudem sei bei einer kontrollierten Sprengung, die im Bereich des Möglichen gelegen hat bzw. sich der Krisenstab bereits darauf eingestellt hatte, „mit Schäden an vielen Gebäuden zu rechnen gewesen“. Dann hätten die Sperrungen bis in den Freitagvormittag gedauert und ein normaler Betrieb in Schulen und Kitas sei dort nicht möglich gewesen.

Entwarnung mitten in der Nacht – Weltkriegsbombe in der Bahnstadt erfolgreich entschärft

Update vom 15. Dezember, 23:30 Uhr: Entwarnung! Die Weltkriegsbombe konnte gegen 23:25 Uhr durch Experten
des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erfolgreich entschärft werden, wie die Stadt mitteilt. Alle Sperrungen im evakuierten Bereich sind aufgehoben, der Hauptbahnhof und alle angrenzenden Bereiche sind wieder erreichbar. Rund 7.000 Bewohner können in ihre Wohnungen zurück.

Weltkriegsbombe in der Bahnstadt – Entschärfung oder kontrollierte Sprengung?

Update vom 15. Dezember, 23:17 Uhr: „Wir haben momentan eine absolute Ausnahmesituation“, meldet sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) gegen 23 Uhr aus dem Krisenstab. Das Stadtoberhaupt bedankt sich für die Besonnenheit der Bevölkerung. Der Hauptbahnhof sei so gut wie geräumt, der Zugverkehr eingestellt.

„Der gesamte Außenbereich rund um die Bombe ist gesichert. Dann werden die Maßnahmen an der Bombe begonnen“, so Würzner. „Wir hoffen, dass wir die Bombe innerhalb der nächsten Stunde entschärfen können.“ Da aber noch nicht klar sei, ob der Zündkörper an der Bombe entfernt werden könne oder doch noch eine kontrollierte Sprengung durchgeführt werden muss, sollen Bürger sich aus dem Sperrgebiet fern halten, bis die Stadt Entwarnung gibt.

Erster Teil der Evakuierung abgeschlossen – jetzt wird Hauptbahnhof geräumt

Update vom 15. Dezember, 22:27 Uhr: „Der erste Teil der Evakuierung ist abgeschlossen“, bestätigt ein Stadtsprecher gegenüber HEIDELBERG24. Ab jetzt wird auch der Hauptbahnhof zum Sperrgebiet und wird geräumt. Der Zugverkehr wird eingestellt. „Wenn auch der Hauptbahnhof vollständig geräumt ist, kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst an die Bombe“, so der Sprecher. Aktuell kreist ein Polizeihubschrauber über dem Evakuierungsgebiet.

Noch ist immer nicht klar, ob die Bombe entschärft werden kann oder kontrolliert gesprengt werden muss. Sollte letzteres der Fall sein, brauche man einen größeren Sicherheitsradius. Deshalb sei der Evakuierungsraum dieses Mal auch größer als vor einer Woche, so der Sprecher weiter. Einen Zeitplan für den Beginn der Entschärfung gibt es derzeit noch nicht.

Im SNP dome haben derweil rund 150 Personen ein Notquartier bezogen, teilt die Stadt mit.

Weltkriegsbombe in Heidelberg soll „schnellstmöglich“ entschärft werden – Evakuierung läuft

Update vom 15. Dezember, 20:30 Uhr: Der Zünder der am Donnerstag in der Bahnstadt gefundenen 250-Kilo-Bombe ist in instabiler Verfassung, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mannheim auf Anfrage von HEIDELBERG24. Deshalb muss der Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg möglichst schnell entschärft werden. In der Gemeinderatssitzung sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner, die Bombe sei in einer Baugrube gefunden worden. Sollte sie explodieren, habe sie eine Reichweite von rund einem Kilometer.

Erneut wird in Heidelberg eine Bombe gefunden.
Der Zünder der 250-Kilo-Bombe gilt als instabil. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

„Die Entschärfung ist Plan A“, erklärt ein Sprecher der Stadt Heidelberg gegenüber dieser Redaktion. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir aber nicht ausschließen, dass die Bombe kontrolliert gesprengt werden muss.“ Deshalb ist auch der Evakuierungsbereich größer als bei der Entschärfung vor einer Woche. Die Evakuierungsmaßnahmen sind bereits angelaufen und werden bis in die Nacht andauern. Von den Maßnahmen sind rund 7.000 Menschen in der Bahnstadt und in Bergheim betroffen.

Evakuierungsbereich für die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Heidelberg.
Evakuierungsbereich für die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Heidelberg. © Stadt Heidelberg

Evakuierung der Bahnstadt läuft – Stadt richtet Notquartiere ein

Betroffene Bewohner sollen versuchen, über Nacht bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen. Für Menschen, die keine kurzfristige Bleibe finden, hat die Stadt im SNP dome (Speyerer Straße) ein Notquartier eingerichtet. Dort können auch Menschen aufgenommen werden, die sich aus gesundheitlichen Gründen isolieren müssen. 

Zudem wurden auch im gesellschaftshaus Pfaffengrund (Schwalbenweg 1/2) und in der Gregor-Mendel-Realschule in Kirchheim (Harbigweg 24) Notunterkünfte eingerichtet. Weitere Quartiere sollen eingerichtet werden. Allerdings ist schon jetzt klar, dass die Kapazität nicht für alle Bewohner in dem betroffenen Gebiet ausreichen wird.

Shuttle-Busse zu Notquartieren – ÖPNV fährt so lange wie möglich

Shuttle-Busse fahren die Notquartiere von der Kreuzung Langer Anger/Nightinggalestraße an. Mobilitätseingeschränkte Personen, die besondere Transportbedürfnisse haben, können sich telefonisch unter der Rufnummer 06221/71 43 403 melden.

Die Stadt versucht, den Verkehr auf großen Durchgangsstraßen, den Zugverkehr über den Hauptbahnhof und den ÖPNV so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren beziehungsweise zu meiden. Für Rückfragen ist der Bürgerservice der Stadt Heidelberg unter 06221/58-10580 erreichbar.

Weltkriegsbombe in Bahnstadt wird heute entschärft – 7.000 Menschen werden evakuiert

Update vom 15. Dezember, 18:30 Uhr: Der in der Bahnstadt gefundene Blindgänger wird noch in den Abendstunden des Donnerstag (15. Dezember) entschärft. Der Zustand der Weltkriegsbombe lässt keine andere Maßnahme zu, heißt es seitens der Stadt. Der Sperrbereich wird ab sofort evakuiert.

Anwohnende im Evakuierungsgebiet werden dringend gebeten, sich jetzt um alternative Übernachtungsmöglichkeiten für die Nacht außerhalb des Evakuierungsgebiets zu kümmern und diese aufzusuchen. Die Stadt wird parallel Notunterkünfte einrichten, die aber womöglich nicht alle Betroffenen aufnehmen können. Im Evakuierungsgebiet leben über 7.000 Menschen.

Wie vor einer Woche wird auch dieses Mal wieder der SNP dome wieder zur Verfügung stehen, weitere Unterkünfte sind in Planung. Die rnv wird mit Shuttle-Bussen ab der Kreuzung Langer Anger/Nightinggale-Straße wieder Betroffene zu den Notunterkünften fahren.

Erneuter Bombenfund in Heidelberger Bahnstadt: Falls heute noch entschärft wird – Evakuierung nötig

Update vom 15. Dezember, 17:15 Uhr: 15 Meter von der Stelle entfernt, an der Bauarbeiter in der Bahnstadt am 8. Dezember eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt haben, wurde jetzt erneut ein Blindgänger entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst legt aktuell die Bombe frei und entscheidet, ob der Blindgänger noch heute entschärft werden muss. Das könnte eine großangelegte Evakuierung wie in der vergangenen Woche nötig machen.

Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes zeigt einem Polizisten den Fundort der Weltkriegsbombe in der Heidelberger Bahnstadt.
Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes zeigt einem Polizisten den Fundort der Weltkriegsbombe. © PR-Video/Priebe

Laut Stadt Heidelberg wird bei einer Evakuierung genau der gleiche Bereich gesperrt wie vergangenen Freitag (9. Dezember): Der östliche Bereich der Bahnstadt von Höhe Gadamerplatz bis Speyrer Straße sowie nördlich an den Hauptbahnhof angrenzende Quartiere. Sollte eine Entschärfung heute nicht notwendig werden, wird der Kampfmittelräumdienst voraussichtlich am Freitagmittag die Weltkriegsbombe entschärfen.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Von der erneuten Evakuierung werden neben Wohnungen, auch diverse Unternehmen, Schulen, Kindergärten und Hochschulen betroffen sein: Der Bereich umfasst einen Großteil der Bahnstadt und Teile von Bergheim. Das betrifft unter anderem den F&U-Campus, die Bahnstadt-Grundschule und die Schiller-University. In dem zu räumenden Bereich leben rund 4.000 Menschen, viele weitere gehen dort zur Arbeit oder eben zur Schule oder in den Hort.

Erneuter Bombenfund in Heidelberger Bahnstadt – Entschärfung könnte noch heute stattfinden

Update vom 15. Dezember, 16:30 Uhr: Die Bombe in der Bahnstadt ist bei Bauarbeiten gefunden worden. Eine Evakuierung der Gegend wird erneut nötig sein, der Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest. Es könnte sogar sein, dass der Sprengkörper heute noch entschärft wird! Der Umgang mit der Situation soll auf jeden Fall bis zum späten Nachmittag geklärt werden. Der Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn ist aktuell nicht betroffen. Straßenbahnen der Linien 22 und 26 fahren Umleitungen um den Bereich, sodass die Haltestelle Heidelberg-Süd nicht angefahren wird.

Erneuter Bombenfund in Heidelberger Bahnstadt – Bereich wird abgesperrt

Erstmeldung vom 15. Dezember, 15:55 Uhr: Rund eine Woche nach dem letzten Bombenfund in Heidelberg gibt es erneut Aufregung in der Bahnstadt. Denn nur wenige Meter vom mittlerweile entschärften Sprengkörper ist eine weitere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden! Der Fundort liegt im Bereich Grüne Meile/Max-Jarecki-Straße.

Die Polizei sperrt den Bereich derzeit ab, sodass es zu Umleitungen und Verkehrsbehinderungen kommt. Der Kampfmittelräumdienst ist bereits vor Ort in der Bahnstadt. Über weitere Schritte wird noch entschieden. Betroffene Anwohner werden von Polizei und Feuerwehr angesprochen, Einrichtungen werden teilweise bereits geräumt. (pm/dh/rmx)

Auch interessant

Kommentare