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Heidelberg: Kosten-Explosion – Stadthalle wird fast 11 Millionen Euro teurer

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Von: Marten Kopf

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Heidelberg - Mit über 30 Millionen Euro war die Stadthallen-Sanierung von Beginn an kein günstiges Projekt. Das jetzt – wegen nicht absehbarer Kostensteigerungen – noch deutlich teurer wird.

Die Stadthalle in Heidelberg wird derzeit umfassend saniert und soll künftig die Anforderungen an ein modernes Konzert- und Kulturhaus erfüllen. Wegen einer Ausweitung des Genehmigungsprozesses und einem damit einhergehenden verspäteten Baubeginn, Vertragsanpassungen und einer enorm angestiegenen Baupreisentwicklung wird das Projekt nun aber deutlich teurer als ursprünglich veranschlagt.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberger Stadthalle: Nicht absehbare Kostensteigerung

Das und notwendige Zusatzmaßnahmen wie etwa Umplanungen der Technikzentrale zum Erhalt des Jubiläumsbaumes auf dem Montpellierplatz führten zu Kostensteigerung, die so bisher nicht absehbar waren, wie die Stadt am Montag (4. April) mitteilt. Aktuell sei mit einer Überschreitung des bisherigen Kostenrahmens aus dem Jahr 2019 um 10,9 Millionen Euro zu rechnen. Der bisherige Kostenrahmen in Höhe von 32,9 Millionen Euro könne aber komplett über Spenden und Sponsoring gedeckt werden.

Außerdem seien Fördermittel bis zu maximal rund 1,8 Millionen Euro beantragt, alle Einsparpotenziale berücksichtigt. Der neue Plan würde dem Haupt- und Finanzausschuss am 6. April 2022 vorgelegt, so die Stadtverwaltung weiter. Nach Auswertung der vorliegenden Ausschreibungsergebnisse soll sich der Ausschuss dann voraussichtlich im Mai 2022 nochmals mit einer Erhöhung der Maßnahmengenehmigung befassen.

Stadthallen-Sanierung: Das ist geplant

Die Stadthalle wird behindertengerecht umgebaut. Die Infrastruktur mit Stromleitungen, Beleuchtung, Technik, Brandschutz und Lüftungsanlage wird grundlegend erneuert. Der Einbau von Hubböden soll es darüber hinaus ermöglichen, den Großen Saal für bessere Sicht mit ansteigenden Sitzreihen anzuordnen. Der Säulengang (Portikus) zum Neckar hin wird verglast und wieder genutzt.

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Unterhalb des Montpellierplatzes entsteht eine neue Technikzentrale, in der technische Anlagen der Stadthalle untergebracht werden, etwa eine neue Lüftungsanlage. Dadurch wird im Untergeschoss der Stadthalle Platz geschaffen, der unter anderem für neue Garderoben für Künstler und Service-Personal und für die Technik der Hubböden benötigt wird. (mko/PM)

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