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Tiny Houses als neuer Wohnraum für Heidelberg – „Alles ein bisschen eng, aber geht schon“

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Von: Madlen Trefzer

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Heidelberg - Oberbürgermeister Würzner präsentiert Heidelbergern das Tiny House-Konzept. Diese mobile Innovation, die in den USA bereits verbreitet ist, soll die Wohnungsknappheit etwas entlasten.

Am Dienstagabend (6. September 2022) präsentiert Oberbürgermeister Eckart Würzner sein Tiny House-Konzept vor einem kleinen Publikum. Ziel des Projekts sei es, innovative Wohnfläche in der Stadt Heidelberg zu schaffen. Dabei rücke eine Voraussetzung besonders in den Fokus – nämlich Mobilität. Würzner macht auf die Räder aufmerksam, die unter dem Prototyp des Tiny House zu sehen sind. 

Tiny House in Heidelberg: Gleiche Miete wie für eine Studentenwohnung

„So können freie Flächen mit mobilem Wohnraum genutzt werden“, erklärt der Oberbürgermeister. Ein solches Konzept sei ideal für Orte, an denen sowieso keine Gebäude errichtet werden können. HEIDELBERG24 hat sich auch das Innenleben des Tiny House angeschaut – der Flair erinnert an ein modernes Wohnmobil mit studentischer Atmosphäre. Auch der Mietpreis eines 11-Quadratmeter-Hauses orientiert sich an dem einer durchschnittlichen Studentenwohnung in Heidelberg. „Alles ein bisschen eng, aber das geht schon“, findet Würzner.

Doch das Problem des Wohnungsmangels in Heidelberg könne auch mit dem Tiny House nicht gelöst werden. Schließlich benötigen auch Menschen auf der Flucht dringend Wohnraum – Stadt Heidelberg bittet deshalb um Mithilfe. Zwar geht Würzner davon aus, dass ein solches Angebot kleiner Häuschen für die Uni Heidelberg interessant sein könnte, da sie in Besitz von Grünflächen ist, jedoch seien auch da die Möglichkeiten begrenzt. Diejenigen Mieter, die ein Tiny House ergattern können, müssen aber damit rechnen, dass sich nach fünf Jahren der Standort ihres Wohnraumes ändern könnte.

Eckart Würzner steht auf der Schwelle eines blauen Tiny Houses
Eckart Würzner präsentiert den Tiny House Prototypen in Heidelberg © Madlen Trefzer/ HEIDELBERG24

„Wasser, Abwasser und Strom – mehr braucht man nicht“: So funktioniert‘s beim Tiny House

Da es Nutzungsflächen gibt, die vorübergehend nicht bebaut werden, könnte genau hier das Konzept der kleinen mobilen Häuser besonders viel bringen. Würzner sieht Grünflächen wie die in der Nähe des Tierheims oder in Kirchheim als potenzielle Flächen, um Tiny Häuser aufzustellen. Der Prototyp unter dem Namen „Energie Haus“ steht in der Eppelheimer Straße – etwas versteckt, wo wahrscheinlich die wenigsten eine grüne Oase vermuten würden. 

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„Wasser, Abwasser und Strom – mehr braucht man nicht“, meint Würzner. Versehen ist das Häuschen jedoch nur mit einer Bio-Toilette. Richtige Sanitärräume gäbe es dann außerhalb der eigenen vier Wände – „Darum kümmern wir uns als Stadt“, versichert Würzner. Dem Mieter oder Besitzer eines Tiny Houses stünde auch eine Parzelle von 80 Quadratmetern zur Verfügung. Kaufen könne man sie jedoch nicht. (mad)

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