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Heidelberg: Nach tödlichem Amoklauf – Rund 300 Teilnehmer bei Trauermarsch

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Von: Daniel Hagen

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Heidelberg - Vor genau einem Monat tötet ein Amokläufer in der Uni eine Studentin und verletzt drei weitere Kommilitonen. Ein Trauermarsch hat an die Opfer erinnert.

Ab 16:30 Uhr startet am Montag (21. Februar) ein Trauermarsch in der Altstadt von Heidelberg. Die Teilnehmer gedenken dabei der Opfer des Amoklaufs am 24. Januar, bei dem der Student Nikolai G. eine Kommilitonin ermordet und drei weitere Personen verletzt hat. Kurz darauf tötet sich der 18-Jährige selbst. Genau einen Monat nach der schrecklichen Gewalttat zieht der Gedenkmarsch ins Neuenheimer Feld und vorbei am Tatort. Der Trauerzug richtet sich zwar „primär“ an Studenten, darf aber auch von anderen Menschen begleitet werden.

Nach Amoklauf in Heidelberg: Rund 300 Personen bei Trauermarsch

Trotz regnerischen Wetters kommen rund 300 Studenten am Universitätsplatz vor der neuen Universität zusammen und legen auf der Treppe und Blumen und Kerzen nieder. Eigentlich ist mit 800 bis 1.200 Teilnehmern gerechnet worden. Kurz darauf macht sich der Trauerzug auf den Weg in Richtung Bismarckplatz und vor dort aus über die Theodor-Heuss-Brücke zum Campus Neuenheimer Feld. Der Zug endete mit einer Rede vor dem Gebäude, an dem sich der Amoklauf zugetragen hat. „Der Marsch ist ein Zeichen des Zusammenhalts und des gegenseitigen Unterstützens“, sagt Michèle Pfister, Co-Vorsitzende der verfassten Studierendenschaft.

Der Rektor der Universität, Bernhard Eitel, hat vorab von einem großartigen Zusammenhalt der akademischen Gemeinschaft über alle Fächergrenzen hinweg gesprochen. „Bei aller Trauer und allem Mitgefühl begrüße ich diese Initiative der Studierenden und insbesondere der Fachschaft Biologie daher auch als ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung, für das wir dankbar sind.“ (pri/dpa/dh)

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