Nachnutzung für Konversionsfläche

Organische Elektronik auf den Patton Barracks?

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Bürgermeister für Konversion und Finanzen H.-J. Heiß, IHK-Geschäftsführer Dr. W. Niopek, Oberbürgermeister Dr. E. Würzner, Technologiepark-Geschäftsführer Dr. A. Domin (v.l.)

Heidelberg - In die Ideenfindung zur Nachnutzung der Patton Barracks hat die Stadt jetzt einen weiteren Denkanstoß in die Diskussion eingebracht: die Zukunftstechnologie Organische Elektronik.

Im Vorfeld des Bürgerforums am 20. November, bei dem es um Nutzungsideen für die Konversionsfläche Patton Barracks gehen soll, hat die Stadt Heidelberg am Mittwoch eine Studie vorgestellt, die die Fläche als idealen Standort für einen Innovations- und Produktionspark sieht.

Die von CIMA Institut für Regionalwirtschaft durchgeführte Studie wurde gemeinsam von der Stadt Heidelberg, dem Technologiepark Heidelberg und der IHK Rhein-Neckar in Auftrag gegeben. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Patton Barracks einen idealen Standort für einen Forschungs- und Produktionsstandort im Bereich Organische Elektronik darstellen.

Die Organische Elektronik ermöglicht es, Elektronik auf flexiblen Materialien aufzubringen. Erste Beispiele für Anwendungsbereiche seien die krummen OLED-Fernseher oder biegbare Handys, erklärte Dr. André Domin, Geschäftsleiter des Technologiepark Heidelberg.

Glänzende Marktaussichten, größere Wirtschaftsflächen benötigt

Sinn der Studie sei es, „das Wirtschaftspotential der Patton Barracks in die Überlegungen der Bürgerschaft zur Nachnutzung der Konversionsfläche einzuspielen“, so Oberbürgermeister Dr. Würzner. Bei den Überlegungen spiele die Organische Elektronik auch aufgrund ihr verheißungsvollen Marktaussichten eine Rolle, ergänzte Domin: „Die Marktprognose für die Organische Elektronik zeigt einen massiven, weltweiten Aufwärtstrend.

Dr. Wolfgang Niopek, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, unterstützt die Idee eines Innovations- und Produktionsparks mit dem Schwerpunkt Organische Chemie. Als einer von weltweit acht Forschungsstandorten sei Heidelberg die „Herzkammer der Organischen Elektronik“. Dabei habe die IHK Rhein-Neckar insbesondere die Infrastruktur für die regionale Wirtschaft im Blick: „Heidelberg braucht dringend eine größere Vorratsfläche für die Schaffung neuer, zukunftsorientierter Arbeits- und Ausbildungsplätze, Neuansiedlungen und innovative Betriebe. Wir müssen intensiver unsere Chancen nutzen, aus der in Heidelberg und der Region starken Wissenschaft heraus hier neue Unternehmen und Arbeitsplätze auch in der industriellen Produktion zu schaffen.

Nach den Vorstellungen von Dr. Domin könne in den Patton Barracks die Erfolgsgeschichte des Heidelberger Technologieparks weiter geschrieben werden: „Hightech-Unternehmen den Übergang von Wissenschaft zu Wirtschaft erleichtern und für sie geeignete Flächen entwickeln und entsprechende Kapazitäten vorhalten.“

Nächster Schritt im dialogischen Planungsprozess

Am 20. November, 18 Uhr, werden auf dem Bürgerforum im Bürgerhaus Kirchheim, Hegenichstr. 2, die Nutzungsideen der Bürgerschaft vorgestellt. Anschließend sollen externe Planungsbüros Abstimmung mit Bürgerschaft, Stadtverwaltung, Wirtschafts-Vertretern und weiteren Experten die besten Lösungen für das Areal erarbeiten.

Ziel ist es, noch im ersten Halbjahr 2015 erste Erkenntnisse mit der Bürgerschaft rückzukoppeln. Zur Jahrsmitte wollen wir dann ein Planungskonzept präsentieren und bis Ende 2015 Baurecht schaffen“, fügt Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen, an. Parallel dazu würde man sich mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zu Ankaufsverhandlungen zusammen setzen.

rmx

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