Kindersegen bei Familie Feuerstein

Süßes Faultierbaby im Heidelberger Zoo geboren

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Das kleine Faultier hat noch keine Namen. Doch genau wie Mama, Papa und Geschwister bekommt es einen Namen der Familie Feuerstein...

Die Faultier-Familie Feuerstein kann sich erneut über Nachwuchs freuen. Denn am am 29. Juni wurde das dritte kleine Faultierchen geboren.

Erst in einigen Wochen wird man das Geschlecht des süßen Kleinen erkennen können. Die älteren Geschwister „Pebbeles“ und „Bam-Bam“ sind bereits in zwei Zoos in Frankreich umgezogen, gerade rechtzeitig, damit Mutter „Wilma“ sich nun wieder ganz auf ihr Jüngstes konzentrieren kann. Faultiere verbringen die ersten Wochen ihres Lebens gut versteckt und festgeklammert am kuscheligen Bauchfell der Mutter – aber mit etwas Glück können Zoobesucher den Nachwuchs mit der großen Stupsnase und den braunen Knopfaugen durch die Scheibe im Innengehege oder bei gutem Wetter auch im Außengehege der Südamerikavoliere beobachten.

Außergewöhnlich: Obwohl Faultiere Einzelgänger sind, hegen „Wilma“ und „Fred“ ein inniges Verhältnis, was man daran erkennt, dass die beiden sich oft einen Ast gemeinsam teilen. Im Hinblick auf ihren gemeinsamen Nachwuchs verhalten sich die beiden ungewöhnlich, denn normalerweise hält sich ein Faultiermännchen von dem Weibchen mit Nachwuchs fern. In den Zoos wird deshalb oft das Männchen für eine gewisse Zeit von Mutter und Kind getrennt. Wilma und Fred hingegen kuscheln gemeinsam mit ihrem Nachwuchs so eng, dass kaum zu erkennen ist, wo ein Faultier beginnt und das andere aufhört – ein Verhalten, das sehr selten beobachtet wird.
Wissenswert: In freier Wildbahn leben Zweifingerfaultiere in den Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Mit ihren bis zu 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen sind sie perfekt an ein kopfüberhängendes Leben in den Astgabeln angepasst. Darauf weist auch der Scheitel hin, den die Tiere auf dem Bauch tragen, damit das Regenwasser seitlich ablaufen kann. Ihr Name kommt ebenfalls nicht von ungefähr: Zweifingerfaultiere dösen bis zu 20 Stunden pro Tag und bewegen sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4-5 Metern pro Minute. Nur alle drei Tage verlassen sie in ihrer Heimat den Baum, auf dem sie ihre Nahrung wie Blätter, Blüten und Früchte finden. Diese scheinbar „faule“ Lebensweise dient aber durchaus einem wichtigen Zweck, nämlich der Tarnung vor Feinden, zum Beispiel vor Jaguaren oder Harpyien, das sind die riesigen Urwaldadler Südamerikas. Die energiesparende Fortbewegung hilft aber auch, die wenig energiehaltige Nahrung optimal zu nutzen.
Einen Namen hat das kleine Faultier noch nicht. Doch wenn das Geschlecht zu erkennen ist, dann soll ein Name gefunden werden - aber nicht irgendein Name! Passend zur Familie Feuerstein wird auch das Jungtier nach einem bekannten Namen der Feuersteins getauft.

nis/Pressemeldung Zoo Heidelberg

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