Wohnen in den Universitätsstädten

(K)ein Heim für Studenten 

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Auf rund 4.300 Wohnheim-Bewerber kommen nur 2.900 Wohnheimplätze. Eine scheinbar ausweglose Situation für die Studenten.

Heidelberg - Eine Wohnung in der Nähe der Uni - für viele Studenten nicht mehr bezahlbar. Der Wohnraum ist knapp, der Wettbewerb groß und die Studentenheime überfüllt.

Das Semester hat gerade begonnen, die Vorlesungszeit startet in Heidelberg am 13. Oktober. Die 2.900 Wohnheimplätze sind bis auf ein paar Restplätze voll belegt. 1.500 Bewerber gingen leer aus. Wer jetzt noch keine bezahlbare Wohnung gefunden hat, muss sich beeilen.

Jetzt ist guter Rat teuer – und nicht nur das. Die Basismiete für Wohnungen zwischen 20 bis 40 qm liegt in Heidelberg zwischen 6,81 Euro und stolzen 10,47 Euro. Eine Kaltmiete von 418,80 Euro für 40 qm ist demnach keine Seltenheit – und die will erst mal verdient sein. Ohne familiäre Unterstützung ist das kaum machbar.

Wohnungen in Universitätsstädten sind Mangelware. 

Wohnungen in der näheren Umgebung der Ruperto Carola – etwa in der schönen Weststadt oder direkt in der Altstadt – sind schier unbezahlbar und ebenfalls sehr begehrt.

Bis auf wenige Restplätze sind die Wohnheime belegt. Auch die Feldbetten-Lager sind bereits angefragt.

Nora Gottbrath vom Studentenwerk Heidelberg freut sich darüber, dass zumindest die Zahl der Bewerbungen mit rund 4.300 Bewerbungen in diesem Jahr nicht übermäßig gestiegen ist. Trotzdem ist der Wohnraum zu knapp. Rund 1.500 Bewerber auf anderen Wegen bezahlbaren Wohnraum ausfindig machen und sich dem Wettbewerb stellen.

Da jedoch rund 8.300 Neubürger in diesem Jahr "ihr Herz in Heidelberg verloren" haben, scheint die Suche – gerade für Studenten – vergeblich zu sein.

>>>Rund 8.300 Neubürger in diesem Jahr

Auch in Tübingen, Stuttgart, Karlsruhe, Ulm und Konstanz bleibt der Andrang auf die Wohnheime ungebrochen. Im ersten Jahr nach dem doppelten Abi-Jahrgang sind die Wartelisten lang. So konnten in Tübingen bereits im September keine weiteren Bewerber angenommen werden. In Karlsruhe hatte nur etwa jeder Dritte oder Vierte das Glück, ein Dach über dem Kopf zu finden.

Auch hier wird eine Vielzahl der Studenten auf Notunterkünfte und provisorische Bettenlager zurückgreifen müssen. Eine Zerreißprobe für die jungen Menschen.

mk

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