Angst vor Epidemie

Ebola – Heidelberg  vorbereitet?

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Schutzkleidung ist unverzichtbar: Der Ebola-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. 

Heidelberg - Die Angst vor Ebola geht um. HEIDELBERG24 hat beim Universitätsklinikum Heidelberg nachgefragt: was passiert im Ernstfall?

HEIDELBERG24 hat für den Ernstfall Ebola beim Uniklinikum Heidelberg nachgefragt:

Was passiert?

Pflegekräfte und ärztliches Personal sind geschult, eine notwendige Schutzausrüstung vorhanden. „Alle würden sich mit Handschuhen, Kittel, Mundschutz ausrüsten", erläutert Dr. Steffen Geis. Er ist Arzt für Tropenmedizin an der Uniklinik Heidelberg. 

Gleichzeitig wird das Kompetenzzentrum den Gesundheitsschutz in Stuttgart eingeschaltet.

Ein "verdächtiger" Patient wird sofort von allen anderen Patienten getrennt – und in das nächstgelegene Krankenhaus mit Isolierstation überführt. 

Aus Sicht Heidelbergs: das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart.

Das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart ist das einzig entsprechend ausgestattete Krankenhaus Baden-Württembergs. 

Eine Behandlung eines Patienten findet in Heidelberg nicht statt. Auch keine Forschung. Der Grund: In Heidelberg gibt es kein Labor der Sicherheitsstufe vier, so Dr. Geis.

Sonder-Isolierstationen in sechs Städten

Lediglich Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf und Leipzig verfügen derzeit über Sonder-Isolierstationen, die für einen solchen Einsatz benötigt werden. 

Insgesamt stehen deutschlandweit 50 Betten auf den Stationen zur Verfügung – nach Dr. Steffen Geis vom Uniklinikum Heidelberg ist dieses Kontingent aktuell auch absolut ausreichend. 

>>> Sonder-Isolierstationen in Deutschland

Ebola-Patient in Leipzig gestorben

In der Nacht zu Dienstag ist der erste Ebola-Patient aus Afrika im Leipziger Krankenhaus verstorben. Der Uno-Mitarbeiter (56) war am 9. Oktober mit einem Spezialflugzeug von Liberia aus nach Leipzig gebracht worden. Sein Zustand war von Beginn an hochgradig kritisch.

>>> Was passiert mit der Leiche des Ebola-Patienten

Wie wird Ebola übertragen?

Der reine Kontakt mit einem Ebola-Patienten muss nicht zwingend ansteckend sein. Die Viren übertragen sich ausschließlich über Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Sperma und auch Schweiß. 

Ist es doch zu einer Infizierung gekommen, beträgt die Inkubationszeit – also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit – zwei bis 21 Tage. 

Risiko für die Region?

Dr. med. Steffen Geis vom  Universitätsklinikum Heidelberg hält den Fall einer Infektion in der Region für äußerst unwahrscheinlich. 

Besonders von der Ebola-Epidemie betroffen sind derzeit Liberia, Sierra Leone oder Guinea. Da diese drei Länder jedoch keine klassischen Reiseländer wie beispielsweise Südafrika, Kenia oder Tansania sind, scheint ein Zusammentreffen mit infizierten Personen eher unwahrscheinlich. „Reiserückkehrer aus diesen Ländern sehen wir in unserer tropenmedizinischen Ambulanz so gut wie nie.“ 

mk

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