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Uni Heidelberg startet Pilotprojekt: Kostenlose Perioden-Produkte auf Toiletten

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Von: Daniel Hagen

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Heidelberg - Die Universität startet ab Januar ein neues Pilotprojekt. Auf mehreren Toiletten des Campus können sich Frauen Menstruationsartikel besorgen – und zwar komplett kostenlos.

Der Alltag an einer Universität kann schon stressig genug sein. Besonders schlimm wird es dann, wenn eine Studentin auch noch ihre Periode hat – und darauf nicht richtig vorbereitet ist. Dann hilft nur der Gang zum Supermarkt, wo Menstruationsartikel wie Binden und Tampons aber nicht gerade günstig sind. Außerdem muss man für den Einkauf erstmal den Campus verlassen. Eine Initiative namens Periodic Deutschland hat für die Universität Heidelberg jetzt eine Lösung gefunden.

Uni Heidelberg startet Pilotprojekt: Kostenlose Menstruationsartikel auf Toiletten

Nach Informationen des Mannheimer Morgens soll ab Januar eine sechsmonatige Pilotphase an der Universität Heidelberg beginnen. Auf zehn Toiletten werden Menstruationsartikel für Studentinnen zur Verfügung gestellt, die diese kostenlos nutzen dürfen. Bereits seit ein paar Monaten bietet das Projekt „perioHDe“ an vier Orten in Heidelberg ebenfalls gratis Binden und Tampons an.

„An dem Projekt arbeiten wir seit Mai und freuen uns, dass wir nun einen Beitrag zur Entstigmatisierung rund um die Menstruation leisten und gleichberechtigte, barrierefreie Teilhabe am universitären Leben fördern können“, erklärt Constantin Thierfelder, Gründungsmitglied von Periodic Deutschland dem Mannheimer Morgen.

Damenhygieneartikel
Uni Heidelberg startet Pilotprojekt. (Symbolbild) © Martin Schutt/dpa

Kostenlose Menstruationsartikel auf Toiletten in Uni Heidelberg

Um die zehn Produktspender kaufen zu können, haben die fünf Heidelberger Studenten, die hinter der Initiative stecken, Mittel des Studierendenrats der Universität Heidelberg erhalten. In den nächsten sechs Monaten können Studenten zudem an einer Umfrage teilnehmen, um Lob und Verbesserungsvorschläge mitzuteilen.

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Sollte das Projekt erfolgreich sein und rege genutzt werden, muss die Uni über eine Weiterführung oder sogar Ausweitung entscheiden. (dh)

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