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„Kunden zum Denken anregen“: Neues Café eröffnet in Heidelberg – mit ungewöhnlichem Konzept

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Von: Madlen Trefzer

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Heidelberg - Funky Buddha Bowls, veganes Curry und Tacos mit geröstetem Butternusskürbis stehen auf der Speisekarte des neuen Lokals in Heidelberg – dem Deli Nomad in Neuenheim.

„Wir wollten einen Ort, wo wir selbst zum Lunch hin gehen würden“, erklärt Suna gegenüber HEIDELBERG24. Am Montag, (28. November) eröffnet sie nämlich zusammen mit ihrem Mann Ellis in Heidelberg ein Lokal der Extraklasse – das Deli Nomad. Zu finden ist es in der Brückenkopfstraße in Neuenheim. Manch einem könnte Nomad bereits ein Begriff sein, denn es gibt drei Cafés, die so heißen.

Das Deli Nomad in Neuenheim: Ein Konzept mit Anspruch auf Individualität

Sie alle sind ganz nach den Ideen des dynamischen Paars konzipiert. „Wir sind authentisch und haben ein Bewusstsein darüber, was um uns herum passiert“, beschreibt uns Suna. Dabei soll der Nomad-Gast die Wahl haben. Er entscheidet, ob er vegan isst oder nicht, ob er „clean“ isst, oder sich einen Croissant gönnt. „Clean Eating ist ebenfalls eine individuelle Sache. Wichtig ist es für uns vor allem, unsere Kunden zum Denken anzuregen.“

Während wir im Gespräch sind, herrscht im Deli Nomad volles Haus. Das Konzept kommt an – Heidelberger scheinen die Mühe zu schätzen, und auch die Gelegenheit schnell, nah und gesund essen zu können. Dabei legen Suna und Ellis auch viel Wert auf Bio-Qualität. Sie beziehen ihre Produkte von erlesenen Lieferanten und sind immer getrieben vom Anspruch: „Es muss so gut sein, dass wir es selber auch bestellen würden“.

Eindrücke aus L.A. und San Francisco bei uns in Heidelberg – im Deli Nomad

Und so entsteht das Konzept vom Deli Nomad: „Als kleines Kind bin ich im Obst- und Gemüseladen meiner Eltern hinter die Theke gehuscht. Ich wollte die Kund:Innen bedienen, kassieren und Waren einpacken. Es war mein Traum, einmal meinen eigenen Laden zu haben“, beschreibt Suna. Nach ihrem BWL Studium, der Anstellung in der Marketingabteilung eines internationalen Getränkeherstellers und dem Wechsel in die Finanzbranche, beschließt sie ihren Traum zu verwirklichen:

Sie wechselt in die Gastronomie, denn: „Mein Herz schlägt für die schönen Dinge im Leben – wie zum Beispiel gutes Essen und guter Kaffee“, erklärt sie. Ihre Inspiration holt sie sich auf Reisen. „Die Esskultur in Hongkong, L.A. und San Francisco hat mich besonders beeindruckt“, sagt Suna. Als sie die ersten Cafés eröffnet, arbeitet sie zunächst parallel als Flugbegleiterin. So kann sie die große Welt erkunden und die dortigen Eindrücke mit nach Heidelberg nehmen.

Bowls und Humus
Das neue Deli Nomad in Heidelberg-Neuenheim hat alles, was das Herz begehrt: vegane Kost, Bio-Qualität, schnelle Zubereitung und auch kleine, süße Sünden. ©  Deli Nomad/8am.aesthetics

Deli Nomad – ein Konzept von Heidelbergern für Heidelberger

Kein Wunder, dass die Cafés und das neu eröffnete Deli den Namen „Nomad“ tragen. „Der Nomade… Er ist überall und nirgends zu Hause“, sagt uns Suna. Sie verrät uns, wie sie den Spagat zwischen Geschäftsführung von rund 70 Mitarbeitern und Familie mit kleinem Kind schafft – „Ich sehe vieles nicht als Arbeit; es ist eher Spaß“, sagt sie völlig selbstverständlich. Auch in der Mannheimer Innenstadt werden mit zwei neuen Geschäften außergewöhnliche Konzepte umgesetzt.

Wer einen Coffee To Go will, bekommt ihn nicht – zumindest nicht in einem Einweg-Kaffeebecher. Und damit die wiederverwendbaren Becher, die es mit Deli Nomad gibt, nicht immer weiter und weiter produziert werden müssen, arbeiten Suna und Ellis mit dem Mehrwegsystem Vytal zusammen. Dort bekommt der Kunde eine Frist, um seinen Mehrweg-Kaffeebecher zurückzubringen, anderenfalls wird sein Konto belastet. „Wir führen keine No-Waste-Politik – wir sehen ein solches System aber als wichtigen Schritt zur Müllreduktion“, so Suna. (mad)

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