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4 Tage lang! Gewerkschaft Verdi ruft zu neuen Warnstreiks an Uni-Klinik Heidelberg auf

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Unter dem Hashtag #WirBrauchenMehr sind wieder Hunderte Beschäftigte der vier Unikliniken in BW zum Warnstreik aufgerufen. Auch in Heidelberg wird die Arbeit niedergelegt:

Update vom 22. November: Im Tarifkonflikt um die Bezahlung der Beschäftigten an den Unikliniken im Land hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Damit soll der Druck vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am 1. Dezember erhöht werden, wie ein Verdi-Sprecher am Dienstag in Tübingen mitteilte. Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal haben andere Tarifverträge.

Gestreikt werden soll laut der Gewerkschaft von Montag (28. November) bis Donnerstag (1. Dezember) an den Unikliniken in Tübingen, Freiburg, Heidelberg und Ulm: „Wir haben bewusst entschieden, jetzt mit einem viertägigen Warnstreik den Arbeitgebern unmissverständlich klarzumachen, dass wir in der dritten Runde einen für die Beschäftigten guten Abschluss erreichen wollen“, so Verhandlungsführerin Irene Gölz.

Beschäftigte der Uniklinik Heidelberg bei ihrem von der Gewerkschaft Verdi organisierten Warnstreik.
Beschäftigte der Uniklinik Heidelberg bei ihrem von der Gewerkschaft Verdi organisierten Warnstreik. © HEIDELBERG24/Florian Römer

In Baden-Württemberg: Verdi kündigt viertägigen Warnstreik an Unikliniken an

Harsche Kritik kam vom Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Uniklinika (AGU). Der Streikaufruf sei völlig unverständlich und einmalig in der Tarifgeschichte des Arbeitgeberverbandes, teilte eine Sprecherin mit. Man liege mit dem letzten Angebot nahe an dem Tarifabschluss mit dem Sana-Klinikkonzern, den selbst der Verdi-Bundesvorstand als gut bezeichnet habe. Der Streikaufruf sei deshalb „extrem überzogen“ und belaste unnötig die nächste Verhandlungsrunde.

Die Gewerkschaft fordert ein verbessertes Angebot für die rund 26.000 Beschäftigten an den Unikliniken. Verdi fordert unter anderem für Medizinisch-Technische-Assistenten sowie Pflege- und Verwaltungskräfte 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat ein Jahr lang. Das letzte Angebot des Arbeitgeberverbands sah eine steuerfreie Einmalzahlung von 4.200 Euro sowie eine Steigerung der Vergütung um durchschnittlich 6 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende Juli 2024 vor.

Warnstreik an Uni-Klinik Heidelberg – was das für die Patientenversorgung bedeutet

Erstmeldung vom 25. Oktober: In Ulm und Tübingen sind Beschäftigte an den Unikliniken am Montag (24. Oktober) mit Arbeitsbeginn der Frühschicht in ihren mehrtägigen Warnstreik gestartet. Rund 1.000 Menschen haben sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi an den beiden Standorten beteiligt. Die Versorgung der Patienten wurde demnach durch Notdienstvereinbarungen aufrechterhalten. Am Mittwoch (26. Oktober) ist dann auch Heidelberg dran.

Streiks an Uni-Kliniken in BW – das fordern die Beschäftigten

Der Warnstreik soll in Tübingen bis Dienstag und in Ulm bis Mittwoch dauern. Weitere Arbeitsniederlegungen sind ab Mittwoch in Heidelberg und ab Donnerstag in Freiburg geplant. Mit den Warnstreiks möchte Verdi im Tarifkonflikt für die rund 26.000 Beschäftigten an den Unikliniken den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Laut Verdi steht in Heidelberg ein spezieller Warnstreik für Azubis und OP-Beschäftigte an Kundgebung und Demonstration steigen um 11 Uhr vor der Alten Chirurgie am Haupteingang im Neuenheimer Feld 110.

Wie hier in Ulm demonstrieren Uniklinik-Bedienstete für bessere Tarifverträge. Die Beschäftigten verschiedener Uni-Standorte in BW sind vor der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverträge in einen dreitägigen Warnstreik getreten.
Wie hier in Ulm demonstrieren Uniklinik-Bedienstete für bessere Tarifverträge. Die Beschäftigten verschiedener Uni-Standorte in BW sind vor der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverträge in einen dreitägigen Warnstreik getreten. © Stefan Puchner/picture alliance/dpa

Warnstreiks an vier Unikliniken in BW – Verdi fordert verbessertes Angebot

Die Gewerkschaft fordert ein verbessertes Angebot vor dem Start der zweiten Gesprächsrunde. Die aktuelle Offerte stellt laut Verhandlungsführerin Irene Gölz eine bisher nicht vorstellbare Entwertung der Einkommen an den Unikliniken dar.

Weil auf dieser Basis keine ernsthaften Verhandlungen möglich seien, sehe sich die Gewerkschaft gezwungen, die Tarifrunde ungewöhnlich früh zuzuspitzen.

Das bietet der Arbeitgeberverband dem Klinik-Personal an

Das Angebot des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) sah eine steuerfreie Einmalzahlung von 2.100 Euro vor sowie eine Steigerung der Gehälter um sechs Prozent in zwei Stufen ab Januar 2024. Verdi fordert unter anderem für Medizinisch-Technische-Assistenten sowie Pflege- und Verwaltungskräfte der Unikliniken 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat – die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

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Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal fallen unter andere Tarifverträge. (dpa/pek)

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