1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

„An falscher Stelle gespart“: Licht aus auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt – Leser sauer

Erstellt:

Von: Teresa Knoll

Kommentare

Heidelberg - Die Weihnachtsmärkte in BW werden dieses Jahr dunkler sein. Unseren Facebook-Lesern passt das gar nicht – der Lichterglanz gehört für die meisten einfach dazu.

Die erhöhten Kosten für Energie und die Sparmaßnahmen, die sich dadurch zwangsläufig ergeben, machen auch vor der besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit nicht halt. Viele Städte, darunter Heidelberg, müssen wegen der Energiekrise die Weihnachtsbeleuchtung reduzieren. Auf Facebook haben die Leser von HEIDELBERG24 darüber diskutiert – die Reaktionen sind meist von Unverständnis geprägt.

Leser reagieren auf reduzierte Weihnachtsmarkt-Beleuchtung in BW – „an der falschen Stelle gespart“

Gerade in der Weihnachtszeit werden Heidelberg und andere Städte in Baden-Württemberg wohl besonders dunkel sein: Wie ein Sprecher der Stadt sagt, solle der Lichterschmuck beim Weihnachtsmarkt „auf ein Mindestmaß“ reduziert werden. Viele Leser haben dafür kein Verständnis: „Es wird wieder an der falschen Stelle gespart“, ist nur ein Vorwurf auf Facebook.

Andere Nutzer versuchen zu beschwichtigen: Man könnte doch „einmal darauf verzichten“, lautet ein Kommentar. Aber da schlägt ihm großer Widerspruch entgegen von Menschen, die schon die Kontaktbeschränkungen wegen Corona in den letzten Jahren als „Schikanen“ empfanden: „... damit aus einmal ganz schnell immer wird?“

Reaktionen auf reduzierte Weihnachtsmarkt-Beleuchtung – „Gebt den Menschen ein bisschen Hoffnung“

Nicht nur einmal werden die Einschränkungen angeführt, die Menschen wegen der Corona-Pandemie bei den öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten haben hinnehmen müssen: „Man hat 2 Jahre darauf verzichtet. Gebt den Menschen ein bisschen Hoffnung“. Und die Befürchtungen gehen noch weiter: „Ganz zu schweigen vom Böllern an Silvester, dass wird dann auch wieder verboten werden.“

Ein weiteres Argument gegen die Einschränkung der Weihnachtsmarkt-Beleuchtung lautet: „Fußball und Oktoberfest gehen doch auch!“, aber die „Weihnachtsbeleuchtung, die für so viele Menschen und vor allem Kinder so wichtig ist, wird in Frage gestellt.“ Die meisten können sich den „schönen Lichterglanz zu Weihnachten, das Gebäck und die Düfte“ einfach nicht wegdenken.

Reduzierte Weihnachtsmarkt-Beleuchtung – „Deprimierend und absolut nicht nachvollziehbar“

Für viele gehört die Beleuchtung auf dem Weihnachtsmarkt aber nicht nur dazu, weil sie eben schön aussieht und die dunklen Winterabende erhellt. Sie hat eine viel tiefere Bedeutung. Einige betonen, dass Weihnachten ja ein christliches Fest sei und sehen in der Abschaltung der Beleuchtung einen Angriff auf ihre religiösen Werte. Das sei „deprimierend und absolut nicht nachvollziehbar“, wie ein Leser schreibt.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Aber selbst für nichtgläubige Menschen sind die Lichter in der Adventszeit ein wichtiges Symbol: „Es gibt Traditionen, an denen sollte man nicht rütteln. Das momentane gefühlsmäßige Empfinden ist zu kalt und dunkel. Die Menschen brauchen das Gefühl von Harmonie und Weihnachten.“ Auch auf die ausgeschalteten Lichter in der Stadt gibt es empörte Reaktionen der Heidelberger Leser. (resa)

Auch interessant

Kommentare