Heidelberger Bluttat: Brisante Details 

61-Jähriger stach 14 mal zu! 

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Weitere Details zum Mord an Cornelia F.

Gestern begann im Heidelberger Landgericht - mit einer kleinen Verspätung - der Mordprozess gegen den 61-Jährigen. Das Opfer hatte 14 Stichwunden im Bereich des Halses, des Rückens, des Bauches, der Arme und der Beine.  Diese und weitere Details folgten im Prozessverlauf. 

Tränen liefen ihm übers Gesicht als er den Mord an seiner Ex-Freundin gestand. Zunächst wurde die Mordwaffe bekannt. Jetzt lieferte Klaus F. klare Angaben zur verhängnisvollen Tat. Schon zum Prozessauftakt schien es, als würde der zierliche und blasse Mann sein Handeln selbst nicht verstehen. Gegen die Anschuldigungen der Oberstaatsanwälten Christiane Vierneisel, er habe aus brennender Eifersucht aber auch aus Hass und Rache gehandelt, wehrt er sich vehement. 

Nachdem klar wurde, das Klaus F. seine ehemalige Tanzpartnerin Cornelia F. am morgen des 20. Oktobers im Vorgarten und mittels eines 28 cm langen Küchenmessers erstach, sprach er unter Tränen zunächst über seine "prägende" Vergangenheit.

Aus einer früheren Ehe hat er zwei Kinder. Die Beziehung scheiterte als ihn seine Frau nach 28 Jahren für einen 10 Jahre jüngeren Tennislehrer verlies. Dies warf den selbstständigen Unternehmensberater in ein tiefes dunkles Loch. Danach ging es weiter abwärts. Nach zwei Selbstmordversuchen landete er schließlich in einer Psychiatrie, entließ sich jedoch nach kurzer Zeit selbst.

Dann gab es eine Wende im Leben des Angeklagten. Er fasste neuen Mut und besuchte ab sofort eine Tanzschule. Dort konnte er jeglichen Schmerz der ihm widerfahren war vergessen. Er lernte die Psychotherapeutin Cornelia F. kennen. Die beiden wurden sich schnell vertraut, tanzten zusammen und besuchten mehrere Tanz-Events in Paris, Berlin und Heidelberg sowie Umgebung. Doch zu einer richtigen Beziehung kam es laut Klaus F. nur für eine kurze Zeit, viel mehr war ihr Verhältnis jedoch durch Höhen und Tiefen geprägt. Sie hatte ihn öfter stehen lassen oder suchte sich öfters mal einen neuen Tanzpartner. 

Das Opfer veranlasste sogar ein Annäherungsverbot und somit auch ein Tanzverbot gegen den 61-Jährigen.Er soll ihr Auto vier Mal zerkratzt haben. Cornelia F. wollte ihn nicht mehr um sich herum haben, so kam es auch, dass er den Tanzsaal verlassen musste sobald Cornelia F. kam. Am Tag der Bluttat wollte er vermutlich nur mit ihr reden um das Tanzverbot aufzuheben. Mit im Gepäck hatte er jedoch schon eine Schreckschusspistole und die Tatwaffe. Warum dies der Fall war weiß er selbst nicht genau.

Oberstaatsanwältin Christiane Vierneisel vertritt eine andere Meinung und sieht hinter dem Fall eine geplante Tat.

Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. 26 Zeugen werden noch verhört. Am Donnerstag geht der Prozess weiter.

nis

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