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Heidelberg: Parklets, Pflanzen und Mieträder in verkehrsberuhigter Blumenstraße

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Neue alte verkehrsberuhigte Straße in der Weststadt: Die Blumenstraße blüht jetzt dank Parklets, Pflanzen, Kreativbereichen und Mietfahrrädern auf:

Heidelberg prescht mal wieder in Sachen Klimaschutz voran. Generell strebt die Stadt an, ihr gestecktes Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 deutlich früher zu erreichen. So macht die Blumenstraße in der Weststadt ihrem Namen jetzt alle Ehre: Pflanzenkübel und Parklets, Kreativbereiche, eine Service-Station für Fahrräder, neue Sharing-Angebote in einer Mobilitätsstation und viele weitere Elemente haben den verkehrsberuhigten Bereich sprichwörtlich aufblühen lassen.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Arbeitsgruppe entwickelt Konzept für verkehrsberuhigte Bereiche

Eine Arbeitsgruppe hatte zuvor ein stadtweites Konzept entwickelt, wie verkehrsberuhigte Bereiche in Heidelberg lebendiger und sicherer werden können.

Als Modellkommune des Landes Baden-Württemberg hat Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetz Klima Mobil des Landes und im Rahmen des Landes-Förderprogramms „Mutig voran beim Klimaschutz im Verkehr“ den verkehrsberuhigten Bereich in der Blumenstraße in Form eines Pilotprojektes umgestaltet. Dabei wurden Elemente aus dem erarbeiteten Konzept, das rund 60 Elemente in einer Art Baukastensystem vorsieht, umgesetzt.

Heidelbergs OB Prof. Dr. Eckart Würzner (rechts) und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain eröffneten den neu und lebendig gestalteten verkehrsberuhigten Bereich in der Blumenstraße und diskutierten mit Anwohnern.
Heidelbergs OB Prof. Dr. Eckart Würzner (rechts) und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain eröffneten den neu und lebendig gestalteten verkehrsberuhigten Bereich in der Blumenstraße und diskutierten mit Anwohnern. © Tobias Dittmer

„Erstaunlich und beeindruckend“ – OB Würzner lobt verkehrsberuhigte Blumenstraße

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos): „Es ist erstaunlich und beeindruckend, welch großen Unterschied die einzelnen Maßnahmen in der Blumenstraße in ihrem Zusammenspiel ausmachen. Der verkehrsberuhigte Bereich lädt nun zum Verweilen und Spielen, zur Begegnung und zum gemeinsamen Gestalten ein. Die Sicherheit wurde erhöht und neue Angebote fördern die umweltfreundliche Mobilität.“

Das Stadtoberhaupt will sich zudem dafür einsetzen, dass rasch weitere verkehrsberuhigte Bereiche in Heidelberg nach diesem Beispiel umgestaltet werden. Gleichzeitig hat er sich beim Land „für die gute Zusammenarbeit bei diesem Pilotprojekt“ bedankt.

Modellkommune Heidelberg: Land BW unterstützt Pilotprojekt

Bastian Wetzke, Kompetenznetz Klima Mobil des Landes Baden-Württemberg, ergänzte: „Wir freuen uns, die Stadt Heidelberg als Modellkommune unterstützen zu dürfen. Eine Aufwertung des Straßenraumes, wie sie hier erfolgt, ist beispielhaft und stärkt den Fußverkehr, schafft Platz für Aufenthalt und Austausch.“

Das Kompetenznetz Klima Mobil schaue mit großem Interesse auf die Ergebnisse des Pilotprojektes in der Modellkommune Heidelberg, da diese vielen Kommunen im Land helfen könnte, die vor den gleichen Herausforderungen stehen. „So tragen die Aktivitäten zur Umsetzung der ambitionierten Klimaschutzziele im Verkehr bei“, lobte Wetzke.

Blumenstraße in Heidelberg mit Stationen für Carsharing und Mieträder

In der Blumenstraße sind im Zuge der Umgestaltung unter anderem in den Kreuzungsbereichen Piktogramme aufgebracht worden, Mobilitätsstationen für Carsharing und Fahrradvermietsystem sowie Abstellflächen für E-Tretroller, Lastenräder und Fahrräder eingerichtet, eine Fahrrad-Service-Station ergänzt, Parklets als Räume der Begegnung installiert und Pflanzenkübel aufgestellt.

Kinder der Landhausschule haben gemeinsam mit OB Prof. Würzner und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die Kübel bepflanzt und mit ihnen zusammen den Kreativbereich in Höhe ihrer Schule mit Straßenmalereien gestaltet.

Eine Mobilitätsstation mit Aufstellflächen für Lastenräder, Mietfahrräder und E-Scooter ist ein Element von vielen, mit denen verkehrsberuhigte Bereiche in Heidelberg künftig umgestaltet werden können.
Eine Mobilitätsstation mit Aufstellflächen für Lastenräder, Mietfahrräder und E-Scooter ist ein Element von vielen, mit denen verkehrsberuhigte Bereiche in Heidelberg künftig umgestaltet werden können. © Tobias Dittmer

Heidelberg: Konzept soll dem Gemeinderat in diesem Jahr vorgestellt werden

Im Frühjahr 2021 hatte das Amt für Verkehrsmanagement eine städtische Arbeitsgruppe gegründet, die ein stadtweites Konzept entwickelt hat, das insbesondere schnelle, kostengünstige und flexible Varianten zur rechtssicheren Umgestaltung von verkehrsberuhigten Bereichen enthalten sollte.

Begleitet vom Büro bueffee, mit dem die Stadt bereits beim stadtweiten Sicherheitsaudit zusammenarbeitet, wurden bislang ein Analysetool und eine Bewertungsmatrix erstellt sowie eine Bürgerbeteiligung mit Anwohnern und eine Online-Umfrage durchgeführt.

Heidelberg: Baukastensystem mit 60 Elemente

Als Ergebnis wurde ein Baukastensystem mit rund 60 Elementen zur Gestaltung von lebendigen verkehrsberuhigten Bereichen erarbeitet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen noch im laufenden Jahr den politischen Gremien vorgestellt, dort diskutiert und die Maßnahmen zur stadtweiten Umsetzung beschlossen werden.

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Zum Start wurden sechs verkehrsberuhigte Bereiche in Heidelberg als Modellprojekte ausgewählt, darunter die Blumenstraße in der Weststadt. Dazu zählen daneben Straßen in den Stadtteilen Boxberg, Rohrbach, Wieblingen, Pfaffengrund und Ziegelhausen. (PM/pek)

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