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Mega-Projekt in Heidelberg: Kommt doch eine Seilbahn ins Neuenheimer Feld?

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Von: Florian Römer

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Illustration einer Seilbahn im Neuenheimer Feld © Grafik: Ferdinand Heide Architekt
So könnte eine Seilbahn durch das Neuenheimer Feld aussehen. © Grafik: Ferdinand Heide Architekt

Heidelberg - Die Idee einer Seilbahn ins Neuenheimer Feld nimmt wieder konkrete Formen an. Der Gemeinderat wird am Donnerstag über den Masterplan für den Uni-Campus entscheiden.

Seit Jahren wird am Masterplan für das Neuenheimer Feld geschraubt. Am Donnerstag (17. März, 16:30 Uhr) wird sich der Gemeinderat Heidelberg mit der Verkehrsmodellierung und dem weiteren Vorgehen für den Uni-Campus auseinandersetzen. Obwohl er nicht mehr im Prozess ist, feiert plötzlich eine Idee des Architekten Ferdinand Heide Renaissance.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Kommt doch die Seilbahn durchs Neuenheimer Feld?

Auf Antrag von SPD, Grünen, der Linken, GAL und Bunten Linken ist jetzt auch wieder die Seilbahn in den Uni-Campus ein heißes Thema: „Eine Seilbahn oder ein ähnliches Verkehrsmittel in der Ebene +1 soll als ÖPNV‐Ergänzung zum kleinen Straßenbahnring im künftigen Bebauungsplan möglich sein.“ Die Verwaltung soll prüfen, ob Heidelberg die Seilbahnen der BUGA23 in Mannheim nutzen kann, wenn diese nicht mehr gebraucht werden.

Illustration Seilbahn Neuenheimer Feld Ferdinand Heide Architekt (C) HEIDELBERG24/Florian Römer
So könnte ein „Seilbahnhof“ im Feld aussehen. © HEIDELBERG24/Florian Römer

Seil- oder Ottobahn sollen den geplanten Straßenbahnring „unterstützen“. Manche Gemeinderäte fürchten, dass die Straßenbahn alleine die Verkehrsprobleme im Uni-Campus nicht lösen kann. „Daher befürworten wir die weitere Berücksichtigung von Seilbahn und Ottobahn als Lösungsansätze bei der künftigen Verkehrserschließung des Neuenheimer Feldes“.

Masterplan Neuenheimer Feld: Brücke nach Wieblingen für ÖPNV öffnen?

Derweil will das bürgerliche Lager im Gemeinderat die angedachte Rad- und Fußgängerbrücke nach Wieblingen auch für Busse und Bahnen öffnen. CDU, „Heidelberger“ und FDP fordern, die Erschließungsvariante für die Brücke auf den „kompletten Umweltverbund“, also auch den ÖPNV auszuweiten. „Nur so“ könnten möglichst viele Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegt werden.

Im Verkehrsgutachten habe die Erschließungsvariante mit Brücke für Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV „die beste Bewertung bei der Reduktion des Individualverkehrs und bei der CO2-Einsparung“, argumentieren die Antragsteller. Die Westerschließung wäre „die schnellste Anbindung von Wieblingen, Pfaffengrund, der Bahnstadt, Kirchheim/PHV bis hin zu Mannheim“ und könnte Bergheim entlasten.

Uni droht mit Ausstieg aus Masterplanverfahren

Ungemach droht dem Masterplanverfahren für das Neuenheimer Feld indes vonseiten eines der drei Projektträger: Wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet, droht die Ruprecht-Karls-Universität mit einem Ausstieg aus dem Prozess. Das geht aus einem Brief hervor, den Unirektor Bernhard Eitel verfasst hat.

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Konkret geht es um das Gewann Hühnerstein nördlich des Klausenpfads. Die Grünfläche im Handschuhsheimer Feld darf nach einem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses erst ab 2050 bebaut werden. Eitel fordert, dass die Bebauung möglich wird, sobald die Flächen im Neuenheimer Feld weitgehend ausgeschöpft sind, wie es zuvor formuliert war.

Die Gemeinderats-Sitzung wird ab 16:30 Uhr live übertragen. (rmx)

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