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Wohngeldreform seit 1. Januar – so viele Menschen haben in Heidelberg einen Antrag gestellt

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Seit 1. Januar 2023 haben deutlich mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld. Die Höhe des Wohngelds wird sich voraussichtlich verdoppeln. Anträge sind auch online möglich:

Update vom 17. Januar 2023: Seit 1. Januar gilt bundesweit die neue Wohngeldreform. Dadurch erhöhen sich die bisherigen Wohngeldsätze deutlich, im Schnitt können Berechtigte mit einer Verdopplung der bisherigen Sätze rechnen. Außerdem haben wesentlich mehr Menschen als bisher ein Anrecht auf Wohngeld – der Bund rechnet mit einer Verdreifachung der Anträge. Auch viele Heidelberger, deren Einkommen bislang die Grenzen für einen Wohngeldanspruch überschritten haben, werden durch die Reform erstmals oder wieder einen Anspruch auf Wohngeld erhalten.

„Die steigenden Lebenshaltungskosten sind für viele Menschen mit geringem Einkommen ein großes Problem. Für ein gutes soziales Miteinander in der Stadt ist es deshalb wichtig, dass gerade jetzt mehr Bürgerinnen und Bürger entlastet werden“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos). 

Stadt bittet um Verständnis für längere Bearbeitungszeiten

Wie andere Städte auch steht Heidelberg vor der Herausforderung, für die Umsetzung der erst zum Jahresende 2022 beschlossenen Wohngeldreform Personal zu finden. „Hier konkurrieren jetzt alle Kommunen um Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Denn die Reform bedeutet eine hohe zusätzliche Arbeitsbelastung in den Wohngeldbehörden. Deshalb bin ich froh, dass wir uns rechtzeitig auf die Suche gemacht haben und bereits mehrere neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Wohngeldstelle finden konnten“, so OB Würzner.

Die Bearbeitungszeiten und damit auch die Auszahlungen werden wegen des sehr kurzfristigen Gesetzesbeschlusses und der deutlich erhöhten Zahl der Anspruchsberechtigten dennoch länger dauern als gewohnt. Dafür bittet die Stadtverwaltung um Verständnis. Bislang beziehen rund 1.300 Haushalte in Heidelberg Wohngeld. Zum 1. Januar haben bereits rund 300 Personen neu einen Antrag auf Wohngeld gestellt. Das ist eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.

Wohngeldreform: Ab 1. Januar 2023 gibt‘s mehr Geld für mehr Menschen

Erstmeldung vom 14. Dezember 2022: Zum 1. Januar 2023 gilt in ganz Deutschland die neue Wohngeldreform. Damit erhöhen sich die Wohngeldsätze zum Jahresbeginn deutlich, außerdem haben wesentlich mehr Menschen als bisher ein Anrecht auf Wohngeld. Auch viele Heidelberger, deren Einkommen bislang die Grenzen für einen Wohngeldanspruch überschritten haben, werden durch die Reform erstmals oder wieder einen Anspruch auf Wohngeld erhalten.

Nach Angaben der Bundesregierung führt die Erhöhung des Wohngeldes 2023 für die bisherigen Wohngeldhaushalte voraussichtlich zu einer Verdoppelung des Wohngeldes von derzeit im Durchschnitt rund 180 Euro auf dann durchschnittlich rund 370 Euro pro Monat. 

Wohngeldreform entlastet Menschen mit geringem Einkommen

Wohngeld können Haushalte beantragen, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, trotzdem aber wenig Geld haben. Künftig sollen auch Menschen in den Genuss von Wohngeld kommen, die den Mindestlohn verdienen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe haben.

Das neue Wohngeld-Plus-Gesetz bringt eine wichtige Entlastung für Mieter und Eigentümer mit geringem Einkommen. Dazu zählen häufig Familien und Alleinerziehende sowie Seniorinnen und Senioren. Wohngeld wird als Zuschuss gezahlt und dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. 

Wohngeldbehörde berechnet Höhe des Wohngelds

Die Höhe des Wohngelds berechnet sich nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder, der Miete des Wohnraums oder der Belastung bei selbstgenutztem Wohneigentum sowie dem Gesamteinkommen der Haushaltsmitglieder, die zu berücksichtigen sind. Die genaue Wohngeldhöhe wird von der örtlichen Wohngeldbehörde geprüft und festgelegt. 

Wer bereits Wohngeld bezieht, muss keinen neuen Antrag stellen. Die Neuberechnung des Wohngelds erfolgt dann automatisch durch die Wohngeldbehörde Stadt Heidelberg. 

Wohngeld ab sofort auch per digitalem Antrag möglich

Ab sofort steht zur Antragstellung auch ein digitaler Wohngeld-Antrag auf der Homepage der Stadt Heidelberg zur Verfügung unter www.heidelberg.de/wohngeld

Damit können Bürger per Onlineverfahren einen Zuschuss zur Sicherung ihres Wohnraums beantragen. Dabei wird der Prozess von der digitalen Beantragung bis hin zur Übermittlung sowie Bearbeitung des Antrags online abgewickelt. Der ausgefüllte Antrag wird digital an die zuständige Wohngeldstelle übermittelt. Wegen der erhöhten Zahl der Berechtigten kann die Bearbeitung des Antrags länger dauern.

Hilfe und weitere Informationen zur Wohngeldreform

Weitere Fragen zur Wohngeldreform beantwortet die Wohngeldbehörde Heidelberg beim Amt für Soziales und Senioren unter Telefon 06221/58-38722 oder per E-Mail an wohngeldstelle@heidelberg.de. 

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Infos zum neuen Wohngeld und eine erste Orientierung zur voraussichtlichen Höhe des Wohngelds gibt auch der vorläufige Wohngeldrechner 2023 des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen auf dessen Internetseite unter www.bmwsb.bund.de. (pm/rmx)

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