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Flüchtlingsunterkunft „möglich“: Was passiert mit Ex-Zollamt in der Weststadt?

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Das ehemalige Zollamt in der Kurfürstenanlage steht leer. Für die Eigentümerin ist auch eine Nachnutzung als Flüchtlingsunterkunft „denkbar“.

Über viele Jahre war das Zollamt Heidelberg in einem roten Backsteingebäude direkt am Römerkreis beheimatet. Im Sommer 2022 zog die Dienststelle in das Gewerbegebiet nach Rohrbach-Süd. Seit 1. Juli letzten Jahres ist das Zollamt im Breitspiel 13/1 untergebracht und die ehemalige Dienststelle in der Kurfürstenanlage steht leer. Welche Pläne hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin mit dem Gebäude?

Ehemaliges Zollamt in der Weststadt steht leer – Flüchtlingsunterkunft „möglich“

Für das Zollamt habe die BImA eine Neuunterbringung aufgetan, weil das Gebäude in der Kurfürstenanlage 25 „nicht mehr bedarfsgerecht war“, erklärt ein Sprecher auf Anfrage von HEIDELBERG24: „So konnten zum Beispiel ein Raummehrbedarf sowie dringend benötigte Stellplätze in der Bestandsliegenschaft nicht mehr realisiert werden.“ Deshalb der Umzug ins Breitspiel.

Für das ehemalige Zollamt Heidelberg in der Kurfürstenanlage sucht die BImA eine neue Verwendung.
Für das ehemalige Zollamt Heidelberg in der Kurfürstenanlage sucht die BImA eine neue Verwendung. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Zur Nachnutzung des dreistöckigen Gebäudes zwischen Römerkreis, Kurfürstenanlage und Bahnhofstraße gibt es nach Angaben des BImA-Sprechers noch keine konkreten Pläne. Man befinde sich derzeit „in Abstimmung“ mit der Stadt Heidelberg. Nach einer Grundsanierung der Immobilie sei die erneute Unterbringung einer Bundesdienststelle „denkbar“, so der Sprecher. „Möglich erscheint aber auch eine Nutzung zur vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen.“ Eine abschließende Entscheidung wurde nach BImA-Angaben noch nicht getroffen.

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Als zentrales Immobilienunternehmen des Bundes verwaltet und verwertet die BImA Liegenschaften des Bundes. Dazu zählt auch der Verkauf von Liegenschaften, die der Bund nicht mehr benötigt. In der Metropolregion Rhein-Neckar haben die US-Streitkräfte zwischen 2007 und 2014 mehr als 20 Liegenschaften an den Bund zurückgegeben. Für diese Konversionsflächen erarbeitet die BImA gemeinsam mit den Kommunen Erschließungs- und Nutzungskonzepte. Beispielsweise im Patrick-Henry-Village: Die Konversionsfläche im Süden Heidelbergs soll der 16. Stadtteil der Universitätsstadt werden. (rmx)

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