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Neuer Bewohner im Zoo Heidelberg: Gefährlichster Vogel der Welt

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg - Ein neuer Laufvogel zog im August in den Heidelberger Zoo ein. Besucher können den jungen Helmkasuar, der als gefährlichster Vogel der Welt gilt, jetzt bewundern.

Im Zoo Heidelberg kann ein neuer Bewohner bewundert werden: Ein junger Helmkasuar ist Mitte August eingezogen, wie der Zoo Heidelberg in einer Pressemitteilung berichtet. Nachdem er sich gut eingewöhnt hat, dürfen ihn Besucher im Außengehege betrachten. Der Laufvogel gilt als gefährlichste Vogelart der Welt – aber eigentlich ist er ganz friedlich.

Junger Helmkasuar im Zoo Heidelberg: Laufvogel darf jetzt ins Außengehege

Der Helmkasuar lebt nun im Gehege schräg gegenüber den Rhesusaffen. Das rund ein Jahr alte Männchen kam Mitte August durch Vermittlung des Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem Zoo in Estepona in Spanien nach Heidelberg. Die erste Zeit nach seiner Ankunft war er im Innenstall untergebracht, damit er sich in Ruhe an die Tierpfleger und die neue Umgebung gewöhnen konnte. Inzwischen ist er auf der Außenanlage für Zoobesucher zu sehen. Kasuare können nicht fliegen und zählen wie Emus und Strauße zu den Laufvögeln. 

Kasuare sind ganz besondere Vögel: Ihr lackschwarzes Gefieder sieht eher aus wie ein strähniges Haarkleid – fliegen können die bis zu 70 Kilogramm schweren Vögel damit nicht. Auf dem Kopf tragen sie einen mit Horn überzogenen Knochenkamm, den Helm, der den Tieren den Namen gibt. Kopf und Hals leuchten bei erwachsenen Tieren in Hell- und Dunkelbau und rote Hautlappen schmücken den Hals zusätzlich. Kasuare sind eher scheue Regenwaldbewohner.

Der Helmkasuar im Zoo Heidelberg erkundet sein Gehege.
Der Helmkasuar im Zoo Heidelberg erkundet sein Gehege. © Zoo Heidelberg

Zoo Heidelberg: Helmkasuar ist gefährlichster Vogel der Welt

Dennoch verfügen sie über tödliche Waffen: An der inneren Zehe haben sie eine bis über zehn Zentimeter lange dolchartiger Kralle. Mit ihr kann der Vogel Tritte austeilen, die auch für Menschen tödlich sein können. Sie wird vor allem eingesetzt, um die Jungen zu verteidigen, die sehr lange auf den Schutz des Vaters angewiesen sind. Bei Kasuaren treffen sich die Partner nur zur Paarung, danach kümmern sich die Väter um das Brutgeschehen und die Jungenaufzucht. Die weiblichen Kasuare können so mehreren Männchen Eier ins Nest legen. 

„Wir sind glücklich, mit dem Helmkasuar wieder einen Laufvogel zeigen zu können. Seine vielen besonderen Anpassungen machen ihn zu einem der besten Beispiele für die Anpassung an Lebensraum und Lebensweise. So ist er ein ideales Studienobjekt für die Programme der Zoo-Akademie und darüber hinaus ein Botschafter für die Regenwälder Australiens und Neuguineas“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Übrigens gab’s erst kürzlich auch bei den Robben des Heidelberger Zoos niedlichen Nachwuchs.

Zoo Heidelberg: Helmkasuar ist erst in ein paar Jahren ausgewachsen

Da der einjährige Helmkasuar im Zoo Heidelberg noch sehr jung ist, sind einige typische Merkmale noch nicht ausgebildet. Die Färbung des Gefieders ist deutlich heller und die Hautpartien weniger farbenfroh, der Helm auf dem Kopf noch nicht zu sehen. Bis er richtig ausgewachsen ist, wird es noch zwei bis drei Jahre dauern. Auch sehr süß: Die jungen Flamingos im Zoo Heidelberg.

Im Zoo Heidelberg hat der Helmkasuar sein Gehege in der ehemaligen Ponyanlage. Tierpfleger, Handwerker und Gärtner im Zoo Heidelberg haben hier einen Lebensraum für den Neuankömmling geschaffen, in dem er sich richtig wohlfühlen kann. Eine neue Bepflanzung, höhere Zäune und der umgebaute Stall sorgen dafür, dass die Anlage für den Laufvogel geeignet ist. (pm/resa)

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