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Zoo Heidelberg: So süß! Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern (mit Video)

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Heidelberg - Große Freude im Raubtierhaus des Zoos: Sumatra-Tigerin Karis hat Junge bekommen! Warum das ein Grund zu feiern ist und wann Besucher die Kleinen besuchen können:

In der Nacht zum 28. Februar war es soweit: Sumatra-Tigerin Karis bringt in ihrer Wurfbox im Raubtierhaus des Zoo Heidelberg drei Jungen zur Welt. In den ersten zwei Wochen verbringt die Tigerin ihre Tage und Nächste in der Wurfkiste, säugt die Kleinen und kümmert sich um sie. Nur zum Fressen verlässt sie ihren Nachwuchs. Karis hatte im Sommer 2020 schon einmal geworfen, ihre Jungen verstarben jedoch kurz nach der Geburt. Bei den ersten Würfen ist die Sterberate der Jungtiere sehr hoch, erst mit der Erfahrung der Tigerin in der Aufzucht sinkt sie.

„Es ist schön zu sehen, welche Entwicklung Karis genommen hat und wie sie viele Details bei diesem Wurf gut macht. Sie versorgt ihren Nachwuchs rund um die Uhr – die Kleinen wirken satt und zufrieden“, erklärt Revierleiterin Bianca Weißbarth. Tiger-Papa Tebo hat mit der Aufzucht des Nachwuchses nichts zu tun.

Tiger-Mutter Karis trägt ihren Nachwuchs inzwischen auch in andere geschützte Bereiche in der Innenanlage de Raubtierhauses. Die ersten vier Wochen nach der Geburt der Tiger-Babys sind kritisch. Erst im Verlauf der Zeit wird sich zeigen ob alle Jungtiere durchkommen.

Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei der Sumatra-Tigerin Karis.
Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei der Sumatra-Tigerin Karis. © Zoo Heidelberg

Bis Zoobesucher die drei kleinen gestreiften Raubkatzen sehen können, werden noch einige Wochen vergehen. Noch sind die Baby-Tiger zu klein um auf der Außenanlage herumzutoben. Die Tierpfleger stören die Tiger-Mama und ihre Kleinen so wenig wie möglich. Sie werden lediglich über Kameras beobachtet. Erste Aufnahmen kannst Du Dir auf der Homepage des Zoos anschauen.

Zoo Heidelberg: Wichtiger Beitrag zum Artenschutz

Der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Tiger ist die kleinste Unterart des Tigers und kommt lediglich auf der indonesischen Insel Sumatra vor. Durch die Zerstörung seines Lebensraum und Wilderei nimmt der Bestand der Sumatra-Tiger in freier Wildbahn immer weiter ab. Der illegale Handel mit Tigerprodukten, vor allem für die traditionelle chinesische Medizin, ist ein weiterer Faktor. Aktuell wird das natürliche Vorkommen der Tiere nur noch auf wenige hundert Exemplare geschätzt, Tendenz weiter abnehmend.

Zoo Heidelberg: Sumatra-Tigerin Karis mit ihren drei Jungen.
Zoo Heidelberg: Sumatra-Tigerin Karis mit ihren drei Jungen. © Zoo Heidelberg

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm hat empfohlen, dass Sumatra-Tiger Karis und Tebo ihre Gene in die Tigerpopulation der europäischen Zoos weitergeben, um den Genpool variantenreich zu halten. Nur eine gesunde Population kann als Überlebenssicherung für die Unterart dienen. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich seit 1998 am Europäischen Zuchtprogramm für Sumatra-Tiger und trägt so zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tigerunterart bei.

Zoo Heidelberg: Erster Tiger-Nachwuchs nach über 10 Jahren

„Ich freue mich für das ganze Zoo-Team, das unglaublich hart für diesen Zuchterfolg gearbeitet hat. Ein harmonisches Zuchtpaar zu formen, ist bei Tigern nicht immer leicht und sowohl die Tierpfleger als auch die Kuratorin haben sich voll für dieses Ziel eingesetzt. Und ich freue mich für die vielen Zoobesucher, die auf diesen Moment schon über 10 Jahre gewartet haben“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

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