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Zoo Heidelberg: Süßer Baby-Bär begeistert Tierpfleger – So heißt die Kleine

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Von: Sina Koch

Der Bären-Nachwuchs und die Mutter fressen
Die Syrische Braunbärin Ronja hat ein Bärenjunges zur Welt gebracht. © ZOO HEIDELBERG

Heidelberg - Mit dem breiten Kopf, der langen Schnauze und den kleinen runden Ohren sieht der Bären-Nachwuchs im Heidelberger Zoo aus wie ein richtiger Kuschel-Teddy.

Der Zoo in Heidelberg meldet seltenen Nachwuchs: Die syrische Braunbärin Ronja hat im Januar 2021 eine kleine Bärin zur Welt gebracht. Für den Zoo ist es der erste Nachwuchs bei den Syrischen Braunbären seit über 20 Jahren. „Es ist schon eine Ewigkeit her, dass wir junge Bären im Zoo hatten. Dabei ist Nachwuchs für die Syrischen Braunbären so wichtig. Die Tiere sind in Kleinasien von der Ausrottung bedroht und auch die Zoopopulation kann jedes Jungtier gut gebrauchen“, schwärmt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Das gesamte Zoo-Team freut sich, über das drollige Jungtier.

Vollständiger NameTiergarten Heidelberg GmbH
OrtHeidelberg
Fläche10,2 Hektar
Tierarten155 Arten
Besucherzahlen457.730

Heidelberger Zoo im Bärenfieber: Wichtiger Beitrag zum Artenschutz

Der Syrische Braunbär ist eine Unterart des Braunbären. Mit seinem hellbraunen Fell und seiner vergleichsweise geringen Körpergröße hebt er sich deutlich von den anderen Braunbären-Unterarten ab, wegen seiner Fellfarbe wird er gelegentlich mit dem Eisbären verwechselt. Die Körperlänge eines ausgewachsenen Tieres beträgt zwischen 150 und 260 cm. Er erreicht ein Gewicht von bis zu 500 kg. Sein Lebensraum erstreckt sich vom Kaukasus bis zum Nahen Osten, wobei er in seiner natürlichen Umgebung akut vom Aussterben bedroht ist. Im Vergleich zu anderen Unterarten bevorzugt der Syrische Braunbär eher baumarme Landschaften als Lebensraum. Die Bären bringen ihre Jungtiere während der Winterruhe zur Welt.

Die Syrische Braunbärin Ronja hat ein Bärenjunges zur Welt gebracht.
Bären-Nachwuchs im Zoo Heidelberg © ZOO HEIDELBERG

Zoo Heidelberg: Pfleger überwachen die Geburt des niedlichen Bärchen auf der Videokamera

Die stolze Bären-Mama hat während der Winterruhe fast nur geschlafen. Aus diesem Grund haben die Tierpfleger des Heidelberger Zoos nur auf der Überwachungskamera im Innengehege erahnen können, dass die junge Bärin - mit den Knopfaugen - das Licht der Welt erblickt hat. Für die Bärin Ronja ist es der erste Nachwuchs ‒ absolute Ruhe ist daher sehr wichtig für sie. Erst nach rund drei Monaten, als Ronja aktiver wird, beginnen die Tierpfleger, sich den beiden behutsam zu nähern. Auch die erste tierärztliche Untersuchung des flauschigen Nachwuchs ist bereits durchgeführt worden: Das Jungtier ist kerngesund. Wenige Tage später erkundet das süße Bären-Baby die Außenanlage des Geheges.

Heidelberger Zoo freut sich über das Jungtier: Wie steht es um die Gesundheit des Bären-Babys?

Neben der Geschlechtsbestimmung des flauschigen Bärchens überprüft die Zoo-Tierärztin das Gewicht. Die junge Bärin erhält zudem einen Mikrochip mit ihrer persönlichen Identifikationsnummer. Das Ergebnis der Untersuchung lautet: Die junge Bärin ist kerngesund! Die Revierleiterin im Raubtierrevier, Bianca Weißbarth erklärt: „Wir hoffen, dass sich die Kleine weiterhin so gut entwickelt. Vielleicht wird sie eines Tages genau so kräftig und neugierig, wie ihr Vater“. Der Syrische Braunbär Martin ist Anfang des Jahres aufgrund von massiven Arthrosen in beiden Knien eingeschläfert worden. Nur wenige Wochen später, am 15. Januar 2021 kommt sein Nachwuchs zur Welt. Bärin Ronja wird die Kleine alleine aufziehen.

In der Natur treffen sich Bären meist nur zur Paarung. Die Jungenaufzucht ist allein Sache der Bären-Mutter, dabei spielen die Bären-Väter keine Rolle. Dass Martin nicht mehr da ist, wird sie in der Aufzucht nicht behindern. Bisher kümmert sich Ronja sehr gut um die Kleine und ist im Umgang mit ihr ganz entspannt“, so Weißbarth weiter.

Zoo Heidelberg ist begeistert von kleiner Bärin: Der flauschige Nachwuchs hat bereits einen Namen

In Gedenken an den Bärenvater hat die junge Bärin ebenfalls einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben M erhalten. Die Tierpfleger haben den Namen Merle gewählt. Bis die Zoobesucher die beiden Bärinnen Ronja und Merle im Zoo Heidelberg selbst beobachten können, ist noch etwas Geduld angesagt. Erst wenn die Temperaturen dauerhaft wärmer werden und Merle sich durch das Innengehege bewegt, dürfen Mutter und Tochter gemeinsam nach und nach die Außenanlage erkunden. Auch spielt die Entwicklung in der Corona-Krise natürlich eine Rolle, ob Besuche im Zoo weiterhin erlaubt sind. Merle ist nicht das einzige Jungtier im Zoo Heidelberg ‒ Sumatra-Tigerin Karis hat auch Nachwuchs kommen. (PM/sik)

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