Bewerbung

Mit diesen 5 Tipps beim Bewerbungsgespräch punkten

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Bewerbungsgespräche sind eine meist unangenehme Hürde vor dem Berufseinstieg. Wer sich den ein oder anderen Trick aneignet, kann die Sache jedoch deutlich gelassener angehen.

Oft gilt das Bewerbungsgespräch als die letzte Hürde vor der Einstellung durch den Arbeitgeber. Nicht ohne Grund sind Bewerber daher entsprechend nervös, wenn es darum geht, einen guten Eindruck zu hinterlassen und sich keine Patzer zu erlauben. Mit der richtigen Taktik und Vorbereitung auf das Gespräch allerdings, sollten auch einige kleine Patzer eigentlich kein Problem darstellen. Mit folgenden 5 Tipps lässt sich beim Arbeitgeber meist erstaunlich souverän punkten.

Tipp 1: Sich gut vorbereiten

  • Eine gewisse Aufregung vor dem Vorstellungsgespräch ist vollkommen normal. Das freigesetzte Adrenalin hilft mitunter sogar dabei, sich besser zu konzentrieren und aufmerksamer zu sein. Außerdem hilft eine gute Vorbereitung auf das Gespräch dabei, die Nervosität zu mildern – denn wer rundum informiert ist, muss sich vor nichts fürchten. Es gilt daher als wichtigster erster Punkt der Vorbereitung, das Unternehmen bereits im Voraus unter die Lupe zu nehmen. Die offizielle Website oder Broschüren und Flyer des zukünftigen Arbeitgebers helfen dabei, vorab Fragen zu klären, wie: In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? Befinden sich Niederlassungen nur in Heidelberg und der Umgebung oder auch in ganz anderen Gegenden? Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet das Unternehmen an? Wie ist die Firmenphilosophie?
  • Fast genauso wichtig ist es, sich eine kleine Präsentation der eigenen Person vorzubereiten. Denn schließlich geht es in erster Linie darum, dass der Arbeitgeber den Bewerber kennenlernt und nicht andersherum. In der Selbstpräsentation sollten Angaben zur eigenen Person, Interessen, hervorhebenswerte Eigenschaften sowie eventuelle praktische Erfahrungen und fachliche Qualifikationen vorkommen. Damit das Ganze nicht zu sehr ausufert, empfiehlt es sich, die Präsentation auf zwei bis drei Minuten zu beschränken.
  • Es mag vielleicht ein wenig übertrieben klingen, allerdings kann es tatsächlich nicht schaden, das Bewerbungsgespräch als eine Art Rollenspiel einige Male im Vorfeld durchzugehen. Ein Elternteil oder ein Freund fungiert dabei als Arbeitgeber und stellt einige vorbereitete Fragen. Im Anschluss an das Gespräch kann gemeinsam darüber diskutiert werden, was an den Antworten sowie am Verhalten noch verbessert werden kann. Durch diese Vorbereitung ist das eigentliche Gespräch weniger aufregend und kann somit souveräner absolviert werden.

Tipp2: Sich geschickt verhalten

  • Während des Gesprächs selbst ist es enorm wichtig, sich geschickt zu verhalten. Geschickt bedeutet, so, dass man als Bewerber einen möglichst positiven Eindruck hinterlässt und der Arbeitgeber sich an einen erinnert. Niemand verhält sich „perfekt“ oder beantwortet die Fragen ganz genau so, wie der Arbeitgeber sie gerne hören würde. Genau deshalb sticht derjenige hervor, der dem Arbeitgeber sympathisch und authentisch erscheint. Das gelingt unter anderem mit einem uralten und einfachen Trick, nämlich mit Lächeln. Es fängt schon im Vorzimmer an: egal wie unhöflich die Empfangsdame vielleicht auch sein mag, wer sich selbst die eigene Laune verderben lässt, ist selbst schuld. Ein nettes Lächeln und ein freundlicher Gruß dagegen sind der perfekte Einstieg in das Gespräch. Für die Begrüßung des Arbeitgebers gilt natürlich das Gleiche. Übrigens: mit dem eventuellen Handschlag wird gewartet, bis der Arbeitgeber ihn anbietet. Ansonsten reicht ein einfaches „Hallo“ oder „Guten Tag, freut mich“.
  • Während des gesamten Gesprächs ist es wichtig, ehrlich zu bleiben. Natürlich müssen nicht alle Schwächen usw. verraten werden, Authentizität jedoch wird großgeschrieben. Lieber ein wenig zu viel herausplaudern, als mit vorbereiteten Phrasen kalt und kalkuliert um sich zu werfen. Wichtig ist auch, kritikfähig zu bleiben und auf Hinweise des Arbeitgebers einzugehen. Wenn diesem etwas an der Bewerbung nicht passt, sollte der Bewerber sich einsichtig zeigen und versichern, diese Punkte, bei einem eventuellen Arbeitsverhältnis besonders zu berücksichtigen und zu verbessern.
  • Ein echter Geheimtipp: Wer sein Gegenüber spiegelt, erzeugt in dessen Unterbewusstsein zusätzlich Sympathie. Spiegeln bedeutet, das Gegenüber nachzuahmen, ohne es nachzuäffen. Es sollte also nicht jede Bewegung und alles, was das Gegenüber tut, nachgeahmt werden. An gewissen Punkten des Gesprächs allerdings bietet es sich an. So zum Beispiel, wenn das Gegenüber lächelt oder lacht, sich nach vorne beugt, bzw. zurücklehnt oder zum Glas greift, um einen Schluck zu trinken. Währenddessen sollten Bewerber und Bewerberinnen natürlich noch in der Lage sein, die Fragen des Personalers uneingeschränkt zu beantworten.

Tipp 3: Fragen beantworten und stellen können

  • Beim beantworten dieser Fragen, die leider häufig vermeintlich langweilige Standardfragen sind, gilt es, als Bewerber eben keine Standardantworten zu geben. Es geht darum, die eigene Person vorzustellen, weshalb es wichtig ist, individuelle und ehrliche Antworten zu geben. Antworten, die sich gezielt in Ratgebern für Bewerber finden, werden von geschulten Personalern meistens schnell erkannt und hinterlassen somit eher einen negativen Eindruck. Das Beste ist es, einen persönlichen Bezug zur eigenen Person und zum Werdegang oder zu der anvisierten Stelle herzustellen, da dies die Bereiche sind, auf die sich im besten Fall vorbereitet wurde. Auch unangenehme Fragen sollten ehrlich und dennoch nicht ungünstig für die Darstellung der eigenen Person beantwortet werden.
    Meist stellt der Personaler natürlich Fragen zum persönlichen Werdegang und wird dabei auf den Lebenslauf eingehen. Daher sollte man bei Umfang und Struktur des Lebenslaufes einige Punkte beachten. Wichtig sind zunächst die beruflichen Aspekte, aber auch Hobbys und Interessen sind nicht unwichtig. Wer bei seinen Hobbys zum Beispiel spannendere und nicht so allgemeine Dinge angibt, wie „Lesen“, „Sport“ oder „Kultur“, sondern spezifischer wird, weckt vielleicht hier das Interesse des Personalers. Und über Hobbys lässt sich bekanntermaßen recht leicht und locker sprechen.
  • Gerade hochqualifizierte Bewerber sollten außerdem in der Lage sein, nicht nur Fragen des Personalers professionell und interessant zu beantworten, sondern selbst auch gute eigene Fragen zu stellen. Wer überhaupt keine Fragen stellt, signalisiert mitunter Schüchternheit oder schlimmstenfalls gar Desinteresse.
    Gute Fragen sind intelligente und relevante Fragen. Das heißt, es sollten Fragen gestellt werden, die etwa das zukünftige Arbeitsverhältnis betreffen. Wichtig ist, darauf zu achten, Fragen zu stellen, die in diesem Moment angebracht sind. Fragt der Personaler beispielsweise, ob es noch Fragen zum Unternehmen selbst gibt, wäre es unpassend, eine Frage zum Gehalt zu stellen. Auch bei diesem Punkt gilt: Vorbereitung ist die halbe Miete. Wer sich im Vorfeld Gedanken zu wirklichen Fragen macht und im Gespräch flexibel genug bleibt, spontan auftretende Unklarheiten anzusprechen, macht alles richtig.
Wer sich im Lebenslauf interessant präsentiert, provoziert mit etwas Glück Fragen, die sich leicht und souverän beantworten lassen.

Tipp 4: Ein stilvolles Äußerliches präsentieren

Wer sympathisch, authentisch und kompetent auftritt, hat schon einmal viel richtiggemacht. Wer dabei allerdings einen Jogginganzug trägt und sich die Zähne nicht geputzt hat, kann sich die Einstellung abschminken. Denn das Äußerliche trägt ebenfalls maßgeblich zum guten Eindruck bei. Hier entscheiden zwei Faktoren: das Outfit und die Körperhygiene.

  • Um angemessen gekleidet beim Bewerbungsgespräch erscheinen zu können, sollte sich im Vorhinein über den Dresscode der Firma informiert werden. Am besten gelingt das bei der Personalabteilung oder eventuell bei anderen Angestellten. Gerade Banken und Versicherungen legen noch immer Wert auf eine klassische Garderobe, also einen schlichten, aber eleganten Anzug, Hemd und mitunter Krawatte sowie Lederschuhe. In Werbeagenturen beispielsweise geht es dagegen in der Regel lockerer zu. Übrigens auch kein Dresscode ist ein Dresscode. Denn das heißt nicht, dass Bewerber und Angestellte zerrissene T-Shirts und schmutzige Hosen anziehen können. Es gilt immer, auf saubere und unauffällige, eher gehobenere Kleidung zu achten. 
  • Bei der Körperhygiene spielen für das Bewerbungsgespräch mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen sollten die Zähne geputzt sein, damit das Gegenüber sich nicht an einem unangenehmen Atem stoßen kann. Weiterhin sind die Hände, die das Gegenüber nicht nur sieht, sondern vermutlich zur Begrüßung und zum Abschied auch berührt, gut zu pflegen. Gleiches gilt natürlich besonders auch für die Fingernägel.
    Weiterhin sollte die Gesichtsbehaarung gepflegt sein. Im Zweifelsfall ist glattrasiert immer noch besser, als ein unentschlossener Dreitagebart, auch wenn sich die Normen im Laufe der letzten Jahre hier stark gelockert haben. Eine gute Frisur und gewaschene Haare dagegen kommen heute genauso gut an, wie früher.

Tipp 5: Auf die Artikulation achten

  • Freunde und Familie sind an die eigene Sprechweise gewöhnt, weshalb viele Menschen vergessen, darauf zu achten, Fremden gegenüber besonders langsam und deutlich zu sprechen und bestimmte Laute auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu artikulieren. Wer sich bei der Artikulation keine Mühe gibt, nuschelt und undeutlich spricht, wirkt nicht nur weniger kompetent, sondern mitunter auch unhöflich. Außerdem schadet es dem Gesprächsfluss, wenn der Personaler immer wieder nachhaken muss und Antworten nicht richtig oder gar falsch versteht. Eine aufrechte Sitzposition und ein gerader Kopf sind schon einmal die halbe Miete. Auch das kann übrigens Zuhause wunderbar geübt werden.
  • Bietet der Personaler einem ein Glas Wasser oder sonst etwas zu trinken an, sollte in jedem Fall angenommen werden. Damit macht man zwei Sachen richtig: zum einen fühlt sich der Personaler bestätigt und wird nicht „abgewiesen“, was psychologisch sinnvoll ist. Ein „Ja, sehr gerne, vielen Dank“ hört sich schöner an, als ein „Nein, Danke“. Zum anderen ist Flüssigkeit wichtig, um keinen trockenen Hals zu bekommen. Gerade wer aufgeregt ist und viel redet, wird im Laufe des Gesprächs das Bedürfnis empfinden, die Kehle zu benetzen – dann allerdings doch nach einem Getränk zu fragen kommt weniger gut, als es gleich zu Beginn des Gesprächs anzunehmen.

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