Es werden immer mehr

Streitthema Bürohund: Sollten Hunde im Büro erlaubt sein?

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Viele Hundebesitzer würden ihren Vierbeiner gerne mit ins Büro nehmen - doch nicht jede Firma erlaubt es.

In Deutschland gibt es immer mehr Bürohunde, doch nicht jeder ist von der Idee begeistert. Dabei hätte ein Vierbeiner im Job viele Vorteile, wie Experten meinen.

Bei Xing sind sie erlaubt, bei Trusted Shops und selbstverständlich auch beim US-Giganten Google: Hunde im Büro. Immer mehr Firmen genehmigen ihren Mitarbeitern, ihre vierbeinigen Freunde mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Schließlich gehören Bürohunde inzwischen zur modernen Firmenkultur. 

Viele Firmen finden Bürohunde inzwischen gut

Rund 53 Prozent der Unternehmen sollen sich laut einer Xing-Umfrage von 2014 für Bürohunde aussprechen - bei jungen Startup-Unternehmen dürfte die Bürohund-Dichte sogar noch größer sein. Und 70 Prozent der Hundebesitzer würden ihren Hund liebend gerne mit ins Büro nehmen, wie der Hundefutter-Hersteller Nestlé Purina in einer Umfrage ermittelte. 

Doch nicht wenigen Chefs und Kollegen der Hundebesitzer lässt der bloße Gedanke an einen Hund, der zwischen den Schreibtischen "herumscharwenzelt" und am Hosenbein ihre Speichelspuren hinterlassen, die Haare zu Berge stehen. Ist ein Bürohund da überhaupt sinnvoll? 

Bürohund: Das sind die Vorteile

Tatsächlich sprechen viele Vorteile für einen Bürohund: Laut eines Berichts der FAZ sorgt ein Vierbeiniger Kollege für

  • einen niedrigeren Stresspegel,
  • senkt den Blutdruck,
  • Mitarbeiter sollen motivierter,
  • kreativer und
  • besser gelaunt sein.

Schließlich schütten Menschen, die Hunde streicheln, eine ordentliche Portion des "Bindungshormons" Oxytocin aus. Und das senkt Stress und wirkt zudem angstmindernd. Übrigens: Oxytocin wird auch bei einer anderen Gelegenheit ausgeschüttet - und wirkt sich so positiv auf Ihren Job aus.

Genau damit diesem gesundheitlichen Aspekt argumentiert auch der Vorsitzende des "Bundesverbands Bürohund e.V.", Markus Beyer. Seiner Meinung nach sei ein Bürohund "das beste Mittel, um Mitarbeiter vor der Volkskrankheit Burnout zu schützen", wie er der FAZ erklärt.

Und auch für Unternehmen bieten Bürohunde eine große Chance - nicht zuletzt, weil sie damit gute Mitarbeiter in der Firma halten und im Recruiting bei Hundebesitzer punkten können. 

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Was müssen Hundebesitzer und Chefs beachten?

Vieles spricht also für einen Hund im Büro. Doch den Vierbeiner einfach mitnehmen, ohne die Erlaubnis vom Arbeitgeber zu haben, dürfen Mitarbeiter nicht, wie der Focus berichtet. Dafür braucht es eine ausdrückliche Genehmigung, wie eine entsprechende Zusage im Arbeitsvertrag oder eine separate Vereinbahrung. 

Diese darf der Arbeitgeber jedoch später widerrufen, wenn sachliche Gründe dagegen sprechen - etwa wenn sich ein Kollege vom Hund bedroht fühlt oder auf Hundehaare allergisch reagiert. In diesen Fällen wäre ein Bürohund sicher keine gute Idee. Auch wenn der Hund stark riecht oder "dreckt", darf der Chef die Erlaubnis wieder entziehen. Der Arbeitgeber kann außerdem eine Tierhaftplichtversicherung verlangen, falls der Hund Kabel annagt oder andere Schäden im Unternehmen verursacht. 

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Von Andrea Stettner

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