"War for Talents"-Studie 2018

Was sich deutsche Mitarbeiter wirklich wünschen - aber nie aussprechen

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Mitarbeiter haben oft geheime Wünsche, die im "War for Talents" entscheidend sein können.

Mehr Geld? Mehr Urlaub? Eine Beförderung? Was Mitarbeiter wirklich wollen, darüber sprechen Sie selten offen mit ihren Chefs. Dafür googeln sie umso mehr. 

Was in den Köpfen von Bewerbern vorgeht, darüber hat kaum ein Chef Einblick. OK, dass fast alle gutes Geld verdienen wollen, wird spätestens im Vorstellungsgespräch klar. Aber ist Bewerbern Geld wirklich am wichtigsten - oder könnte man sie mit flexiblen Arbeitszeitmodellen viel mehr begeistern? Darüber verliert kaum ein Kandidat ein Wort. Dabei spielen die Erwartungen von Arbeitnehmern im heiß umkämpften Bewerbermarkt eine immer größere Rolle. 

Erwartungen der Mitarbeiter werden in "War of Talents" immer wichtiger

Der "War for Talents" hat schließlich längst begonnen. Unternehmen buhlen um Top-Absolventen und hoch qualifizierte Bewerber und müssen sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren. Zwar verraten Umfragen eine gewisse Tendenz, wohin die Reise geht - ob Mitarbeiter ihre heimlichen Wünsche auf Nachfrage wirklich immer so genau angeben, sei aber dahingestellt. Doch es gibt einen Ort, an dem jeder ganz frei nach den begehrten Benefits sucht: das Internet. 

Experten des Online Marketing-Analysetool SEMrush haben m ehr als 800.000 Datensätze der monatlichen Suchanfragen auf Google ausgewertet und mit den Ergebnissen der vergangenen vier Jahre verglichen. Anhand dieser lassen sich Trends hinsichtlich der Suchanfragen ableiten, welche Erwartungen Arbeitnehmer an Unternehmen haben und somit auch, wie Unternehmen im "War for Talents" bestehen können.

Das kam bei der Auswertung von Suchanfragen heraus 

Das verraten die Suchanfragen auf Google: 

  • Geld und Sicherheit sind Arbeitnehmern immer noch wichtig - wenn nicht sogar wichtiger als früher. So suchten etwa Mitarbeiter nach "gutem Gehalt" 2018 doppelt so häufig wie 2014. 
  • "Zufriedenheit am Arbeitsplatz" wurde 2018 62 % häufiger gesucht als noch 2014. 
  • Das Suchvolumen des Begriffs "Mitarbeiter Benefits" hat sich in den letzten vier Jahren vervierfacht. Dabei zeigen sich regionale Unterschiede: Während München am häufigsten danach sucht, interessieren sich die Berliner am wenigsten dafür. 
  • Auch Home-Office und Urlaubsgeld sind im Trend. Nach letzterem wurde 74 Prozent häufiger gegoogelt als noch 2014.

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Von Bürohund bis Feelgood-Manager: Regionale Unterschiede bei gewünschten Benefits

Die regionalen Unterschiede bei den Wünschen sind tatsächlich beeindruckend. Berliner scheinen generell ziemlich glücklich im Job zu sein - hier wurde "unzufrieden im Job" am wenigsten gegoogelt. Ob das an den vielen Bürohunden liegt? Dafür interessierten sich Berliner zumindest am häufigsten, während für Saarländer ein Betriebsfahrrad das Höchste der Gefühle zu sein scheint. 

Auch bundesweit ist das Interesse an Fahrrädern insgesamt gestiegen. In den letzten vier Jahren um stolze 292 Prozent. Dabei fragen Arbeitnehmer häufig direkt nach Leasing- und Gehaltsumrechnungsmöglichkeiten.

Kurios: Die Münchner Arbeitnehmer interessierten sich neben Home Office besonders für einen Feelgood-Manager im Büro. Das Suchvolumen dazu hat sich im untersuchten Zeitraum nahezu verdoppelt. 

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So wurde die Studie durchgeführt:

Die Daten beziehen sich auf Google, die in Deutschland meistgenutzte Suchmaschine. Insgesamt wurden mit dem Online Marketing-Analysetool SEMrush über 800.000 Datensätze von September 2014 bis August 2018 analysiert und im Anschluss ausgewertet.

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