Erstaunlich

Ein weit verbreiterter Irrglaube kostet viele Bewerber einen guten Job

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Viele Bewerber bringen sich selbst um einen guten Job.

Wer eine neue Stelle sucht, recherchiert meistens im Internet. Doch vielen entgehen dabei gute Jobs - weil sie einen unnötigen Fehler begehen.

Für Bewerbungen ist das Internet ideal: Auf Jobportalen finden Bewerber aktuelle Stellenangebote, lesen Bewerbungstipps oder sehen auf Bewertungsportalen, wie andere Mitarbeiter den potentiellen Arbeitgeber beurteilen. Doch gerade letzteres kann für die Jobsuche fatal sein.

Jeder dritte informiert sich auf Bewertungsportalen über Arbeitgeber

Wie eine repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom ergeben hat, legen Bewerber inzwischen sehr viel Wert darauf, wie der neue Arbeitgeber bei Bewertungsportalen wie Kununu oder Glassdoor abschneidet: Jeder dritte Bewerber informiert sich über solche Portale. 

Dabei haben die abgegebenen Arbeitgeberbewertungen und Noten enormen Einfluss auf die Bewerber - nicht selten entscheiden diese darüber, ob sich ein Jobsuchender bewirbt oder nicht. Denn laut der Studie haben sich satte 84 Prozent der Bewerber schon einmal in ihrer Entscheidung beeinflussen lassen - mehr als die  Hälfte (54 Prozent) hat sich deshalb schon einmal gegen ein Unternehmen entschieden

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Deshalb sollten Bewerber den Arbeitgeberbewertungen nie ganz trauen

Doch bei Arbeitgeberbewertungen unterliegen Bewerber einem fatalen Irrtum: Zum einen wissen Unternehmen sehr wohl, dass eine gute Arbeitgeberbewertung im Recruiting Gold wert ist - und schreiben (oder kaufen) Fake-Bewertungen zu ihren Gunsten. 

Zum anderen zeigt die Erfahrung, dass eher die unzufriedenen Mitarbeiter sich ihren Frust von der Seele schreiben. So werden Bewertungen leider oft verzerrt. Wer sich aufgrund mieser Bewertungen dann gegen eine Bewerbung entscheidet, bringt sich damit selbst um die Chance auf einen guten Job.

Doch woran erkennen Jobsuchende nun, ob der potentielle Arbeitgeber nun wirklich eine Katastrophe ist oder nicht? Karriere-Coach Bernd Slaghuis erklärt gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Wenn unter hundert Bewertungen immer wieder Aussagen wie 'keine richtige Führungshaltung' und 'Führungskräfte sind eine Katastrophe' auftauchen, ist das ein Hinweis". 

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Von Andrea Stettner

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