Vom Konzept bis zur Anbringung

Wie kommt die Werbung aufs Plakat?

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Damit Werbeflächen sinnvoll genutzt werden können, müssen viele Handlungsschritte vollzogen werden.

Wenn eine neue Werbekampagne ansteht, gibt es immer viel zu tun. Am Anfang stehen natürlich die Ideen und Umsetzungswünsche eines Auftraggebers.

Daraufhin wird erstes Konzept vorgelegt, da aber noch über Änderungsspielraum verfügt. Anhand dieses Konzepts können nun die Mitarbeiter sehen, was gewünscht wird, was es zu beachten gilt und alle Einzelheiten der „großen Idee“ einsehen. Die Planung, die Umsetzung und das Fertigstellen eines Projekts, muss so koordiniert werden, dass alle Prozesse ideal ineinandergreifen.

Das Grundkonzept – die Basis für erfolgreiche Plakatwerbung

Ein solides Grundkonzept ist die Basis für das gute Gelingen einer Werbekampagne. In einem ersten Entwurf werden mögliche Szenarien durchgespielt und eventuelle Stolperfallen bei der Umsetzung miteinbezogen. Zusätzlich wird das Potenzial damit sichtbar gemacht. So kann durch eine sorgfältige Ausarbeitung einer Idee der Nutzen dem Risiko gegenübergestellt werden. Eventualitäten, Nutzen, Kosten und Art der Umsetzung können so visualisiert und klar überblickt werden.

  • Eventuelle Stolperfallen werden sichtbar gemacht
  • Überblick über die Kosten und das Nutzenpotenzial
  • Szenarien-Analyse
  • Lohnt sich dieses Projekt? (Kosten-Nutzen-Risiko)

Ein Konzept sollte immer klar und schlüssig (formuliert) sein. Schließlich werden bei der Umsetzung eines Projekts mehrere Personen zusammenarbeiten. Daher sollte jedem ersichtlich sein, was es zu beachten gilt und welche Ziele mit dem Projekt erreicht werden sollen. Zusätzlich sollte das Konzept in die Zukunft „vorausdenken“. Welche Zielgruppe soll angesprochen werden und wie kann das erreicht werden? Welches Budget steht zur Verfügung und wie wird es in die einzelnen Konzept-Bereiche aufgeteilt?“ Das alles sind Fragen, die in einem Konzept geklärt werden sollten, damit eine gute Übersicht für das Projektmanagement, welches das Konzept später umsetzen wird, entstehen kann.

Das Design bestimmt den Erfolg

Wie sollte ein Plakat gestaltet werden, damit es Aufmerksamkeit auf sich zieht, somit die Möglichkeit der Gewinnsteigerung beziehungsweise Gewinnmaximierung bietet und gleichzeitig aber auch im Gedächtnis bleibt?

  • Farbauswahl

Die Auswahl der Farben spielt eine wichtige Rolle. Am besten geeignet für Plakate sind ein bis zwei Hauptfarben. Zwei Farben wirken nicht zu überladen und stellen den Inhalt des Plakats optisch genauer dar. Beim Einsatz zu vieler Farben kann schnell eine optische Farbüberlagerung und eine Verwirrung beim Betrachter und somit beim potenziellen Kunden entstehen. Daher empfiehlt sich die Auswahl von ein bis zwei Hauptfarben.

  • Schriftart

Welche Schriftart gewählt wird, hängt natürlich davon ab, was dargestellt oder beworben werden soll. Je nachdem eignen sich dafür unterschiedliche Schriftarten. Die „Headline“ allerdings kann bedenkenlos in „bold“ abgesetzt werden, was zu einer höheren Sichtbarkeit des eigentlichen Zwecks der Werbung führt. Auch sollte kein Mischen verschiedener Schriftarten stattfinden.

  • Beschnittrand

Der Beschnittrand garantiert einen randlosen Druck von Motiven ohne weiße Papierkante. Durch den Beschnittrand, dieser liegt meistens bei 1-3mm, wird garantiert, dass das gewünschte Motiv sind randlos drucken lässt. Durch die Verlängerung des Motivs um 3 mm über den Papierrand ist das möglich. Da Druck- und Schneidetoleranzen an den Maschinen auftreten können, wird ein Beschnittrand von 1-3 mm empfohlen. Durch die Verschiebung des Motivs Bei diesen Toleranzen kann es sich zwar „nur“ um wenige Millimeter handeln. Aber würde kein Beschnittrand vereinbart und eingezeichnet werden, so würde das Motiv nicht randlos gedruckt werden können. Ein gutes und den Wünschen entsprechendes Ergebnis wäre so nicht möglich.

  • Raumaufteilung

Die Größe und das Format des Plakats sind von enormer Bedeutung, wenn es um die Aufteilung des Raumes geht. Hier wird festgelegt, wo beispielsweise die Headline positioniert werden soll. Auch sollte der „Platz“ der einzelnen Motive und das allgemeine Zusammenspiel aller Elemente festgelegt werden.

Der Druck – vom digitalen Entwurf zum echten Plakat

Bei der Realisierung durch das Drucken eines fertig gestellten Designs für ein Plakat sollten einige offene Fragen im Vorfeld geklärt werden. Da es durch das Internet die Möglichkeit gibt, seinen Druck auch bei Online-Druckereien in Auftrag zu geben, gestaltet sich der Weg zum perfekten Plakat heute wesentlich einfacher. Aber auch die örtlichen Druckereien bieten da eine qualitative Option. Bei Online-Druckereien gestaltet sich die Preissituation etwas günstiger, als bei den örtlichen, aber beim Thema „individuelle Sonderformate“ liegen diese Druckereien wieder weiter vorn. Die gängigsten Druckformate für Plakate sind:

  • DIN A3: 297x420 mm
  • DIN A2: 420x594 mm
  • DIN A1: 594x841 mm
  • DIN A0: 841 x 1189 mm

Der Druckfarbraum nennt sich cmyk. Dieser besteht aus den vier Hauptfarben Cyan (c), Magenta (m), Yellow (y) und Black (k). Wie bei den haushaltsüblichen Tintenstrahldruckern auch, wird aus diesen Farbtönen jedes bunte Bild zusammengemischt. Je nach gewünschter Intensität und Deckkraft der Farbe werden diese Töne miteinander vermischt. Bei Overnight-Druckaufträgen darf der Farbauftrag 260 % nicht überschreiten, da sonst die Farbe nicht komplett abtrocknen kann. Bei der Mischung der Farben muss dann darauf geachtet werden, dass die Farbe sich nicht in ihrem Farbton verändert. Das erfolgt durch prozentualen Ausgleich aller Farbtöne. Allerdings kann dadurch die Intensität der Farben abnehmen!

Anbringung – wo erfolgt die Platzierung?

Bei der Standortwahl des Plakats, sollte auch die Umgebung „unter die Lupe“ genommen werden. In einer guten Umgebung oder einem guten Standort kann mit geringen Aufwand der größtmögliche Nutzen erreicht werden. Wo wird die erwähnte Zielgruppe am effektivsten erreicht? Auch die Kosten für die Flächenmiete sollten Beachtung finden.

Handelt es sich beispielsweise um ein Plakat für den Außenbereich stehen Kunststoffmaterialien, sogenannte PVC-Banner. Diese werden nicht angeklebt, sondern mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten, beispielsweise einem Metallrahmen und Bändern angebracht und mittels speziellen robusten Ösen befestigt werden. Dabei spielt auch die Belastbarkeit eine essentielle Rolle. Durch den Wind kann das Plakat nicht unerheblichen Wetterbedingungen ausgesetzt sein. Daher sollte bei der Anbringung auf die Stabilität unter Wettereinflüssen geachtet werden. Outdoor-Papier, das sogenannte „Affichen-Papier“ wird auch bei der Werbung im Außenbereich gerne verwendet. Dieses Papier verfügt ist sehr gut anzuleimen. Eine hohe Wetter- und Lichtfestigkeit bringt dieses Material mit seiner metallisch-blauen Rückseite ebenfalls mit.

Die Kosten für ein Plakat im Außenbereich liegen im kleinen Bereich von circa 5 Euro und steigern sich, je nach Größe und Art und Standort der Fläche, bis in den 50er Euro-Bereich nach oben. Eine Flächenmiete ist meistens nach Dekaden auf 10 – 14 Tage oder auch mehr gestaffelt. Das behält sich jeder Anbieter und jede Agentur vor. Die Preisberechnung hängt also von mehreren Faktoren ab. Hier sind die wichtigsten Punkte noch einmal aufgeführt:

  • Beleuchtung, ja oder nein?
  • Größe und Format
  • Standortwahl
  • hohe Sichtbarkeit (z.B. mehr Erreichbarkeit der Zielgruppe(n), dort wo sich viele Menschen aufhalten
  • Lage und Anzahl weiterer Plakatstellen in der Umgebung

Messung der Effektivität

Die Messung der Effektivität eines Plakats erfolgt auf mehreren Wegen. Als erstes kann es nach einer großen Plakat-Kampagne sinnvoll sein, sich eine eventuelle Gewinnsteigerung anhand der Zahlen des Unternehmens oder des Produkts anzuschauen. Anhand eines Vorher-Nacher-Vergleichs kann der Nutzen und der Erfolg eines Plakats geschätzt werden.

Es ist jedoch problematisch, wenn Absatzsteigerungen alleine der Plakatwerbung zugeschrieben werden. In der Regel lassen sich nicht alle Faktoren kontrollieren. Gerade saisonale Aspekte und zufällige Abweichungen erschweren die Interpretation der Ergebnisse.

Zudem können nicht nur die harten, ökonomischen Kennzahlen betrachtet werden. Auch die sogenannten „weichen Einflussfaktoren“ spielen bei der Plakatwerbung eine wichtige Rolle. Zu diesen zählen unter anderem…

  • die Kundenzufriedenheit
  • die wahrgenommene Service- und Produktqualität
  • der Bekanntheitsgrad
  • die Kundenbindung zur Marke oder zum Produkt

Diese Informationen, also das Kaufverhalten und der Nutzung einzelner Servicemerkmale in Verbindung mit den „harten Informationen“, den Zahlen aus dem Marketing-Controlling, lassen sich für eine finale Evaluation des Erfolgs der Werbekampagne heranziehen.

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