Diskriminierung

Zahnarzt lehnt Bewerberin wegen Kopftuchs ab - späte Einsicht folgt

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Aus hygienischen Gründen dürfe in seiner Praxis kein Kopftuch getragen werden, so der Zahnarzt.

Ein Zahnarzt aus Stuttgart hat eine Bewerberin wegen ihres Kopftuchs abgelehnt - und muss nun mit einem juristischen Nachspiel rechnen.

Stuttgart - Eine Klage auf Entschädigung werde in den nächsten Tagen eingereicht, sagte Rechtsanwalt Bülent Döger am Donnerstag. Der Jurist beruft sich dabei auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Demnach bekam die Frau auf ihre Bewerbung als Zahnarzthelferin die Antwort: „Wir stellen keine Kopftuchträgerinnen ein und verstehen auch nicht, wie Bewerberinnen sich diese Toleranz vorstellen können.“ Der Zahnarzt entschuldigte sich dafür nun auf seiner Internetseite: „Ich habe eine Bewerberin für die Arbeitsstelle mit einer unzureichenden und völlig falschen Formulierung abgewiesen“.

In seiner Erklärung verweist der Zahnarzt auf hygienische Gründe. Um die Haare zu verdecken, sei eine OP-Haube aus seiner Sicht eine Alternative, heißt es auf Bild.de. Bewerberinnen mit Kopftuch haben aber wohl auch weiter keine Chance: Das Kopftuch sei weiterhin in der Praxis nicht erlaubt, so der Zahnarzt.

dpa

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