Nach Eklat um Textzeile

Farid Bang und Kollegah besuchen wohl Auschwitz

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Kollegah und Farid Bang

Ihre antisemitischen Texte sorgten für breite Empörung. Nun wollen sich die Gangster-Rapper offenbar selbst ein Bild von Auschwitz machen.

München - Der Körper „definierter als von Auschwitzinsassen“ - Die antisemitischen Zeilen von Farid Bang und Kollegah in ihrem Album „JBG3“ haben für einen handfesten Skandal gesorgt. Besonders brisant, da die beiden Gangster-Rapper mit ebenjenem Album auch noch mit dem Echo ausgezeichnet wurden (der daraufhin abgeschafft wurde). Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen das Duo mit Verdacht auf Volksverhetzung. Während die Welle der Entrüstung über sie hereinbricht, stellt sich die Frage: Was machen die beiden Rap-Stars eigentlich? Zeigen sie vielleicht Reue?

Farid Bang und Kollegah folgen Einladung des Auschwitz-Komitees

Zumindest scheinen sie bereit zu sein, sich mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wollen Farid Bang und Kollegah das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchen. Sie reagieren damit auf die Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees. „Ein solcher Besuch der beiden Rapper wäre auch ein Signal an ihre vielen Fans", betonte der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees am Dienstag. Dafür vorgesehen ist der 3. Juni. An diesem Tag werden deutsche und polnische Jugendliche vor Ort sein, um den Mitarbeitern der Gedenkstätte auf dem Gelände zu helfen.

Die Idee kommt von Marius Müller-Westernhagen

Der Alt-Rocker Marius Müller-Westernhagen hatte den Pöbel-Rappern den Besuch zuvor in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ans Herz gelegt. Westernhagen, der seine Echos nach der umstrittenen Auszeichnung der beiden zurückgab, sagte: "Wenn politisch gezündelt wird und keiner mehr wissen will, wer eigentlich die Nazis waren und was der Antisemitismus in der Welt schon alles angerichtet hat, dann kann der Aufschrei gar nicht laut genug sein." Und weiter: "Für Farid Bang und Kollegah wäre es vielleicht auch mal gut, wenn man sie durch das Lager Auschwitz-Birkenau führen würde. Wahrscheinlich wäre ihnen das sogar wurscht.“ Farid Bang und Kollegah können jetzt immerhin das Gegenteil beweisen.

bah

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