Gabriela Maria Schmeide spürt noch Folgen der DDR-Schulzeit

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Schmeide sieht ihre DDR-Jugend kritisch. Foto: Tim Brakemeier

Osnabrück (dpa) - Die Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide (49) hat ihre Schulzeit in Bautzen in der damaligen DDR in schlechter Erinnerung behalten.

"Es waren alle eingereiht in Reih und Glied, und es ging darum, diejenigen Schüler zu maßregeln, die etwas aus der Reihe tanzten", sagte die Schauspielerin ("Halbe Treppe") der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Alle sollten so denken, wie die anderen denken. Wie grässlich!" Die Auswirkungen spüre sie noch immer. "Es fällt mir bis heute schwer, eine eigene Meinung konsequent zu vertreten."

Eine zusätzliche Belastung sei es für sie gewesen, dass ihr Vater von einem Verwandtenbesuch im Westen nicht nach Bautzen zurückkehrte, als sie 17 Jahre alt war, berichtete die Schauspielerin: "Er hatte uns nicht eingeweiht. Das war ein Schock für uns alle, ein schlimmes Gefühl, verlassen worden zu sein." Dennoch könne sie ihren Vater verstehen und verurteile ihn nicht.

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