Interview im TV

Royal-Experte nach Meghan-Aussage sicher: „Das wird sie noch bereuen“ - Harry rechnet mit seinem Vater ab

Das TV-Interview von Harry und Meghan bei Oprah Winfrey löst eine royale Schlammschlacht aus. Das Paar macht dem Palast zahlreiche Vorwürfe.

  • Prinz Harry und seine Frau Meghan gaben ein brisantes Interview bei Oprah Winfrey.
  • Das Paar enthüllte zahlreiche Vorwürfe: Prinz Harry rechnete unter anderem mit seinem Vater ab (siehe Update vom 8. März, 9.14 Uhr).
  • Ein Royal-Experte warnte indessen vor einer Aussage von Meghan: „Das wird sie bereuen.“ (siehe Update vom 8. März, 9. 39 Uhr)
  • Dieser Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 8. März, 9.39 Uhr: Ein Millionenpublikum wartete gespannt auf die Ausstrahlung des Interviews von Meghan Markle und Prinz Harry mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey. Sie nutzten die Chance, um reinen Tisch zu machen: Das Paar sprach über ein Leben im Palast als goldenen Käfig, über Zeiten von Depressionen und rassistischen Äußerungen aus dem engsten Familienkreis. Vor der Geburt von Sohn Archie sollen sich Mitglieder der Königsfamilie Sorgen über die Hautfarbe gemacht haben. Es standen wohl sogar Überlegungen im Raum, dem gemeinsamen Sohn den Prinzentitel zu entziehen. Doch Harry vermied es, hier konkrete Namen zu nennen. Er betonte, dass er nie sagen werde, wer mit ihnen darüber gesprochen habe. Auch Meghan wollte sich dazu nicht konkret äußern, da es für einige Personen „sehr schädlich“ sein könne.

„Diese Handgranate, die sie hier geschmissen hat, wird sie noch bereuen“, äußerte sich Bild-Kolumnist Alexander von Schönburg zu den Enthüllungen. Für ihn ist es nicht tragbar, dass die Herzogin eine Behauptung in den Raum wirft, von der sie über Dritte erfahren haben will. „Sie spricht vom Hörensagen“, so seine Auffassung. Für ihn hat die Aussage weder „Hand noch Fuß“. „Man kann keine Gerüchte verbreiten“, echauffiert er sich weiter in seiner Analyse für das Format Bild Live.

Meghan und Harry im Interview: Prinz fühlte sich von Charles im Stich gelassen

Update vom 8. März, 9. 14 Uhr: Im brisanten Interview mit Oprah Winfrey teilten Meghan Markle und Prinz Harry mit zahlreichen Vorwürfen gegen das britische Königshaus aus. Sie warfen der engsten Familie vor, Meghan nicht besser vor den britischen Medien geschützt zu haben. Prinz Harry befürchtete, dass seine Frau Ähnliches wie seine verstorbene Mutter Prinzessin Diana durchleben musste. Sie wurde seit der Hochzeit mit Prinz Charles von der Presse verfolgt und starb bei einem tragischen Autounfall, als ihr Wagen von Paparazzis gejagt wurde. Von seinem Vater erhielt der 36-Jährige jedoch keinerlei Rückhalt, als seine Ehefrau begann, unter den negativen Schlagzeilen zu leiden.

Gegenüber Winfrey zeigte sich Harry von Charles maßlos enttäuscht: „Er ist durch etwas Ähnliches durchgegangen. Er weiß, wie sich Schmerz anfühlt.“ Gleichzeitig beteuerte er, dass er seinen Vater immer lieben werde. Für ihn und auch seinen Bruder Wiliam habe er großes Mitgefühl, denn seiner Meinung nach seien sie im königlichen „System“ gefangen.

Update vom 7. März, 18.16 Uhr: Nur wenige Stunden vor dem Oprah-Interview von Harry und Meghan meldete sich jetzt die Queen ihrerseits im TV zu Wort. Anlass war der Commonwealth Day, zu dem im englischen TV ein Interview mit Queen Elizabeth ausgestrahlt wurde. Die Queen betonte darin, wie wichtig Kontakte mit Familie und Freunden in der Corona-Krise sind. Die Pandemie habe zu einer tieferen Wertschätzung der gegenseitigen Unterstützung geführt und neue Technologien hätten geholfen Grenzen und Spaltungen zu überwinden. Mit anderen in Kontakt zu treten werde nun „stärker wertgeschätzt“.

Nur Stunden vor Oprah-Interview: Queen spricht im englischen TV - ihre Worte klingen eindeutig

Die Worte erscheinen vor dem Hintergrund des anstehenden Oprah-Interviews in einem anderen Licht. Vorab wurde in kurzen Teasern aus dem Interview der Eindruck erweckt, als würden Harry und Meghan einige kleiner oder größere Skandale enthüllen. Es droht vor allem der Bruch zwischen Prinz Harry und seiner Familie. Gerade mit Blick hierauf, wirken die Worte der Queen mahnend.

Doch auch Thronfolger Prinz Charles, Harrys Vater, sowie dessen zweiter Sohn Prinz William mit Ehefrau Herzogin Kate beteiligen sich am Commonwealth Day. Die Botschaft: Familiäre Geschlossenheit. Zudem trug die Queen bei ihrer Rede die Saphir-Chrysanthemen-Brosche, die auch auf einem Foto der Queen anlässlich ihres 73. Hochzeitstages mit Ehemann Philip (99) im November zu sehen ist. Dies wurde als Gruß an ihren Gatten gedeutet, der in einem Krankenhaus behandelt wird und vor kurzem einen Eingriff am Herzen überstand.

Harry und Meghan bei Oprah Winfrey: Royale Schlammschlacht vorab - Bitterer Harry-Spitzname enthüllt

Erstmeldung vom 7. März: Los Angeles/London - Das Interview von Harry und Meghan* bei der US-TV-Legende Oprah Winfrey wirft seine dunklen Schatten voraus. Erste vorab erschienene Clips lassen vermuten, dass mehrere kleine Skandale zu erwarten sind. Die Royals in London sind alles andere als „amused“. Die Situation gleicht immer mehr einer royalen Schlammschlacht.

Harry und Meghan im Talk bei Oprah: Vergiftete Stimmung schon vor dem Interview

Schon vor dem wohl heiklen Interview von Harry und Meghan* beim amerikanischen TV-Sender CBS spitzt sich die Lage zwischen Los Angeles und London heikel zu. Die Athmosphäre zwischen den Sussexes und der „Firma“, wie die Royals in England auch genannt werden, wirkt vergiftet.

Die US-Starmoderatorin Oprah Winfrey (r) spricht während eines Interviews mit dem britischen Prinz Harry und seiner Ehefrau Herzogin Meghan.

Das beginnt schon damit, dass Queen Elizabeth erst durch die Ankündigung des Senders CBS von dem Interview mit Oprah Winfrey* erfahren haben soll. Doch verfolgen wolle die Queen das Interview nicht, zitiert die Sunday Times Palast-Quellen. Sie wolle auch den „Zirkus“ drumherum ignorieren und sich auf ihre Pflichten konzentrieren, hieß es dort.. Allerdings stünden Berater bereit, „sich „mit neuen Enthüllungen über das Verhalten des Paares zu revanchieren, wenn die Monarchie angegriffen wird“. Das klingt nach einer klaren Drohung.

Harry und Meghan gegen die Queen: Schlammschlacht schon vor dem Oprah-Interview

Schon in den Tagen vor dem brisanten TV-Talk sickerten immer wieder Informationen durch. Der Telegraph berichtete etwa, die Prüfbehörde Charity Commission prüfe nun die Wohltätigkeitsorganisation („Sussex Royal“), die Harry und Meghan nach dem Megxit* gegründet hätten.

Doch besonders Meghan selbst gerät in England zunehmen unter Beschuss. Genüsslich zitierten selbst renommierte Blätter angebliche Verfehlungen und extravagante Sonderwünsche der Herzogin von Sussex im Königshaus.* Allgegenwärtig ist zudem eine Anekdote, dass Harry „Was Meghan will, bekommt Meghan auch“ durch die Palastflure gebrüllt haben soll, als ihr ein besonderes Schmuckstück für die Hochzeit verweigert wurde. „Die Geisel“ werde der Queen-Enkel seit seiner Beziehung mit Meghan im Palast genannt, ist zu lesen.

Als Affront gegen die Königin wird das Interview in Großbritannien verstanden. Zudem kam Kritik auf, das das Paar den TV-Talk durchziehe, obwohl Prinz Philip aktuell im Krankenhaus liegt.*

Harry und Meghan gegen die Queen: Oprah-Interview spaltet auch die Nationen

Die Spannungen haben sich dabei mittlerweile fast verselbstständigt. In England ergreift die Presse meist die Partei der Königin. In den USA feuern dagegen Promis und Medien gegen die Royals.

Meghans Ex-Kollege Patrick J. Adams (39), der mit ihr mehrere Jahre lang in der US-Anwaltsserie „Suits“ spielte, kritisierte in mehreren Tweets, es sei „obszön“, dass die königliche Familie die Mobbing-Vorwürfe fördere und verstärke.

Die TV-Moderatorin Meghan McCain warf dem Königshaus Rassismus vor. „Wir können den Elefanten im Raum nicht ignorieren“, sagte die Tochter des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Es gebe einen „rassistischen Aspekt“.

Der Buckingham-Palast goss zuletzt selbst Öl ins Feuer, als er ankündigte, Mobbing-Vorwürfe gegen Meghan zu untersuchen. Deshalb warfen einige Moderatoren dem Königshaus Doppelmoral vor, weil es zwar eine Untersuchung gegen Meghan eingeleitet hat, nicht aber wegen der Verwicklung von Queen-Sohn Prinz Andrew in den Missbrauchsskandal um den gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein.

Als zentrale Frage galt vorab, ob Meghan und Harry Mitglieder der Königsfamilie namentlich angreifen würden. „Jede Kritik an einem Royal wird als Attacke gegen das gesamte Haus Windsor empfunden werden“, schrieb die Nachrichtenagentur PA. Dass Harry, dem stets ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Großmutter, der Queen, nachgesagt wurde, tatsächlich alle Brücken zur Familie abreißen wird, ist in London kaum vorstellbar.

Die Vorab-Clips, die der US-Sender CBS taktisch geschickt veröffentlichte, lassen allerdings nichts Gutes erahnen. Darin sagt
Fragestellerin Winfrey zu Meghan, die mit ihrem zweiten Kind schwanger ist: „Du hast einige schockierende Dinge erzählt.“

Aktuell kam sogar das Gerücht auf, dass auch Meghans Vater wegen des Interviews erneut öffentlich sprechen würde*. (dpa/rjs) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

Rubriklistenbild: © Yui Mok/PA Wire/dpa

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