Nach Belästigungsvorwürfen

Ingrid Steeger verteidigt Dieter Wedel

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Ingrid Steeger als Edith 2015 in Berlin in einer Szene des Stücks "Der Kurschattenmann". Foto: Jens Kalaene

Dieter Wedel war mit Produktionen wie "Der große Bellheim" in den 80er und 90er Jahren sehr erfolgreich gewesen. Am Montag war er als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten.

München (dpa) - Dieter Wedels Ex-Partnerin Ingrid Steeger (70, "Klimbim") hat den Regisseur gegen Vorwürfe wegen angeblicher sexueller Übergriffe verteidigt. Wedel sei unschuldig, sagte die Schauspielerin der Münchner "Abendzeitung" (Mittwoch).

"Er hat es nicht nötig, Frauen zu vergewaltigen, die werfen sich ihm eh alle zu Füßen." Sie selbst habe das oft miterlebt - "die waren total offensiv, flirteten mit ihm heftig in meiner Anwesenheit und haben sich an ihn rangeschmissen". Es gebe zig Schauspielerinnen, die sich nach oben geschlafen hätten. Die Vorwürfe in einem Bericht des "Zeit"-Magazins könnten unmöglich stimmen. "Das ist Rufmord!"

Dort hatten am 3. Januar drei Ex-Schauspielerinnen den derzeit in Hamburg lebenden Wedel beschuldigt, er habe sie in den 90er Jahren sexuell bedrängt. Eine der Frauen hielt dem heute 75-Jährigen vor, sie im Sommer 1996 zum Sex in einem Münchner Hotel gezwungen zu haben. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nun wegen eines Anfangsverdachts einer Sexualstraftat. Wegen einer relativ neuen Änderung des Strafgesetzbuches ist die ihm vorgeworfene Tat noch nicht verjährt.

"Das sind kleine Pipi-Schauspielerinnen, die sich wichtigmachen wollen, weil es gerade in ist, MeToo zu sagen", warf Steeger den Frauen vor. Sie habe Wedel, mit dem sie eine längere Zeit zusammen war, nie sexuell aggressiv erlebt. "Im Gegenteil, er war reizend, charmant und galant." Zwischen den beiden sei erst mehr gelaufen, als sie das gewollt habe. "Ich wurde von anderen Männern sechs Mal vergewaltigt. Mit Doktor Wedel hatte ich die schönste Zeit."

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