Närrisches Treiben

Karneval im Sonnenschein

Alles so schön bunt hier. Foto: Federico Gambarini
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Alles so schön bunt hier. Foto: Federico Gambarini
In Düsseldorf ist die Stimmung prächtig. Foto: Roland Weihrauch
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In Düsseldorf ist die Stimmung prächtig. Foto: Roland Weihrauch
Zwei der neun Helden im Kölner Rathaus: Ja, es ist Karneval. Foto: Rolf Vennenbernd
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Zwei der neun Helden im Kölner Rathaus: Ja, es ist Karneval. Foto: Rolf Vennenbernd
Schellenrührer in Mittenwald: Mit dem Lärm der Kuhglocken sollen die bösen Wintergeister ausgetrieben werden. Foto: Peter Lehner
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Schellenrührer in Mittenwald: Mit dem Lärm der Kuhglocken sollen die bösen Wintergeister ausgetrieben werden. Foto: Peter Lehner
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Ein Leuchtturm-Mann in Mainz. Foto: Andreas Arnold
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Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Ein Leuchtturm-Mann in Mainz. Foto: Andreas Arnold
Schnipp, schnapp: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt geht es in München am "Unsinnigen Donnerstag" an die Krawatte. Foto: Matthias Balk
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Schnipp, schnapp: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt geht es in München am "Unsinnigen Donnerstag" an die Krawatte. Foto: Matthias Balk
Ein lustiger Clown. Foto: Roland Weihrauch
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Ein lustiger Clown. Foto: Roland Weihrauch
Auch originell: Trump im Schritt. Foto: Oliver Berg
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Auch originell: Trump im Schritt. Foto: Oliver Berg

Die Narren sind los - aber vielleicht nicht ganz so wild wie sonst: Köln streitet über Sauf-Exzesse, dazu kommt noch die #MeToo-Debatte. Eine jecke Frau stellt klar: "Nein heißt Nein, auch im Karneval."

Köln/Mainz (dpa) - In den närrischen Hochburgen hat am Donnerstag unter blauem Himmel der Straßenkarneval begonnen. In vielen Städten stürmten die Frauen an Weiberfastnacht die Rathäuser und übernahmen symbolisch die Macht.

So setzten in Düsseldorf die alten "Möhnen" den Bürgermeister gefangen. In Köln forderte das Dreigestirn die Stadtschlüssel ein.

In Mainz erlebten rund um den Fastnachtsbrunnen Tausende den Auftakt der Weiberfastnacht mit. Vor allem Tierkostüme waren diesmal gefragt: Zebras tanzten ebenso wie Rehe, Frösche und Bienen bei Livemusik, eisigen Temperaturen und Sonnenschein.

In mehreren Städten appellierte die Polizei an die Narren, auf Verkleidungen als Terrorist und auf Waffenattrappen zu verzichten. In Köln ging zudem die Diskussion darüber weiter, ob der Karneval zu einem reinen Massenbesäufnis verkommt. Der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, kritisierte: "Wer behauptet, der Karneval wäre nur Saufen und sonst nichts, der fügt damit dem Karneval und in der Folge der gesamten Stadt Köln einen echten Schaden zu."

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte zuvor in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Der Karneval ist in den letzten Jahren - oder eher Jahrzehnten - zu etwas geworden, das eher einem allgemeinen Besäufnis entspricht, als dem, was unsere Karnevalskultur ausmacht." Der Schriftsteller Navid Kermani sagte der dpa: "Wenn nur noch eine Verballermannisierung stattfindet, wenn die Spaßgesellschaft sozusagen durchdreht und es nur noch darum geht, zu grölen und sich möglichst schnell zu besaufen, laufe ich weg."

Auch die #MeToo-Kampagne gegen Sexismus und Belästigung lieferte Gesprächsstoff. "Fiese Typen gibt es leider überall, ja, aber ich werde mir das Feiern auf keinen Fall vermiesen lassen", sagte dazu "Nonne" Petra in Köln. Katrin im Obelix-Outfit sagte: "Ein bisschen Kuscheln ist okay, aber Nein heißt Nein, auch im Karneval."

Nicht nur im Rheinland ging es hoch her: Auch die Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht starteten am Donnerstag mit dem "Schmotzigen Dunschtig" in die heiße Phase der fünften Jahreszeit.

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