Ausschluss aus Verband?

Oscar-Akademie beruft Dringlichkeitssitzung zu Weinstein ein

Die Oscar-Akademie will am Samstag in einer Dringlichkeitssitzung über den möglichen Ausschluss von Filmproduzent Harvey Weinstein wegen dessen mutmaßlicher sexueller Übergriffe beraten.

Los Angeles - Das in den Vorwürfen beschriebene Verhalten Weinsteins sei „widerlich, abscheulich und gegensätzlich zu den hohen Standards der Akademie und der kreativen Gemeinschaft, für die sie steht“, zitierte der „Hollywood Reporter“ aus einem Statement der Academy.

Weinstein ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied des mächtigsten Verbands der US-Filmindustrie. Seine mit den Miramax-Studios und der Weinstein Company produzierten Filme wurden von der Academy mit insgesamt 81 Oscars ausgezeichnet. Fünf davon gewannen den Oscar als bester Film, für „Shakespeare in Love“ gewann Weinstein persönlich den Oscar als bester Produzent. Der US-Frauenverband NOW rief dazu auf, Weinstein die Mitgliedschaft zu entziehen.

Produktionsfirma wusste von Vorwürfen gegen Weinstein

Am Mittwoch hatte bereits der britische Filmverband BAFTA Weinsteins Mitgliedschaft ausgesetzt. Das Filmfestival Cannes, wo Weinstein seit Jahren zu den bekanntesten Gästen zählt, zeigte sich in einer Mitteilung „bestürzt“ über die Vorwürfe.

Die New York Times berichtete unterdessen, dass Mitarbeiter der von Weinstein mitgegründeten Produktionsfirma seit mindestens zwei Jahren von den Vorwürfen gegen den Produzenten wussten. Der Vorstand sei über Einigungen mit drei oder vier Frauen informiert worden, sagte Anwalt David Boies der New York Times (Donnerstag) zufolge - er vertrat Weinstein im Jahr 2015. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe erst als „totale Überraschung“ bezeichnet.

dpa/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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