Ein vorläufiger Sieg

Streit um Darlehensrückzahlung: Becker vor Gericht erfolgreich

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Boris Becker in Wimbledon

Tennis-Legende Boris Becker hat sich in der Schweiz vor Gericht vorerst erfolgreich gegen die Forderung nach Rückzahlung von Millionendarlehen gewehrt. Anscheinend zurecht, denn jetzt war er vor Gericht erfolgreich. 

Zug - Tennis-Legende Boris Becker hat sich in der Schweiz vor Gericht vorerst erfolgreich gegen die Forderung nach Rückzahlung von Millionendarlehen gewehrt. Der Schweizer Geschäftsmann Hans Dieter Cleven wollte Becker mit einer Klage vor dem Kantonsgericht in Zug zur Rückzahlung des Geldes verpflichten. Das lehnte das Gericht ab, wie aus dem diese Woche veröffentlichten Urteil vom 26. Juni hervorgeht. Die Rückzahlung der gewährten Darlehen sei nicht fällig, heißt es in dem Urteil, über das verschiedene Medien berichtet hatten.

Ob Cleven in Berufung geht, ist nach Angaben seines Anwalts Oliver Habke noch unklar. „Über das weitere Vorgehen ist noch nichts entschieden“, teilte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Die Anwälte von Becker äußerten sich am Dienstag auf Nachfrage zunächst nicht. Sein Anwalt Christian-Oliver Moser hatte schon vor Veröffentlichung des Urteils mitgeteilt, dass Cleven versucht hatte, angebliche Rückzahlungsansprüche aus einem Darlehensvertrag geltend zu machen.

Das Gericht schreibt: „Es ist unbestritten, dass der Kläger dem Beklagten ab 2001 diverse Darlehen gewährte und sich die Darlehensschuld des Beklagten auf CHF 41 774 236,65 per 31. Dezember 2014 beläuft.“ Die knapp 41,8 Millionen Schweizer Franken (CHF) sind umgerechnet rund 39 Millionen Euro. Spätestens 2013 habe der Geschäftsmann Cleven nach Angaben des Gerichts begonnen, Becker zur Rückzahlung aufzufordern. Er habe um einen Tilgungsplan gebeten, das Darlehen aber nie formell mit einer klaren Aufforderung zur Rückzahlung gekündigt. Es bestünden keine vertraglichen Vereinbarungen betreffend des Rückzahlungszeitpunkts, insofern handele es sich um ein Darlehen von unbestimmter Dauer.

Das Gericht legt Cleven die Prozesskosten zur Last, ebenso eine Entschädigung für Becker, die nach Angaben von Beckers Anwalt Moser fällig wird, falls das Urteil rechtskräftig würde. Cleven kann innerhalb von 30 Tagen Berufung erheben.

dpa

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