Time's Up

Timothée Chalamet spendet Gage aus Woody-Allen-Film

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Timothée Chalamet distanziert sich von Woody Allen. Foto: Evan Agostini/Invision

Oscar-Hoffnung Timothée Chalamet will nicht von seiner Rolle im neuen Woody-Allen-Film profitieren und die Gage spenden. Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur.

New York (dpa) - US-Schauspieler Timothée Chalamet (22) will seine Gage für den Woody-Allen-Film "A Rainy Day in New York" abgeben. 

"Ich möchte nicht von meiner Arbeit an dem Film profitieren. Darum werde ich mein gesamtes Gehalt spenden", schrieb Chalamet am Dienstag auf Instagram. Das Geld solle unter anderem an die Bewegung "Time's Up" gegen sexuelle Belästigung sowie an einen Homosexuellenverband gehen.

Allens Adoptivtochter Dylan Farrow hatte zuletzt Vorwürfe gegen ihren Vater erneuert, er habe sie als Kind missbraucht. Daraufhin kündigten auch die Schauspieler Griffin Newman und Rebecca Hall an, ihre Einnahmen aus dem Film zu spenden, der noch in diesem Jahr erscheinen soll. Allen (82) bestreitet die Anschuldigungen.

Chalamet, dem für seine Rolle im Drama "Call Me by Your Name" Oscar-Chancen eingeräumt werden, erklärte weiter: "Ich lerne, dass eine gute Rolle nicht das einzige Kriterium ist, einen Job anzunehmen. Das wurde mir in den vergangenen Monaten mehr und mehr bewusst durch die Geburtsstunde einer Bewegung, die sich für das Ende von Ungerechtigkeit, Ungleichheit und vor allem des Schweigens einsetzt."

Die Initiative "Time's Up" (Die Zeit ist um) kämpft gegen den sexuellen Missbrauch von Frauen und für Geschlechtergleichheit. Mehrere Hollywoodstars unterstützen die Bewegung, die auch einen Rechtsfonds finanziert.

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