Nach dem Echo-Skandal

Wegen Volksverhetzung: Jetzt wird gegen Farid Bang und Kollegah ermittelt

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Kollegah (li.) und Farid Bang mit ihren Trophäen beim Echo.

Der Echo-Skandal könnte für die Rapper Farid Bang und Kollegah Konsequenzen haben. Wegen als antisemtisch gebrandmarkter Text-Zeilen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Düsseldorf - Der Echo für Farid Bang und Kollegah hat den Musikpreis mit zu Fall gebracht - nun droht auch den beiden Rappern selbst Ungemach. Denn die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt wegen Volksverhetzung gegen sie. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch der Westdeutschen Zeitung.

Den Angaben zufolge sind zwei Strafanzeigen gegen Farid Bang und Kollegah eingegangen. Eine davon habe ein jüdischer Bürger erstattet. Den streitbaren Rappern wurden rund um die Verleihung des Echo unter großem medialen Aufsehen antisemitische Textzeilen vorgeworfen. "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen", rappt Farid Bang in einer überaus umstrittenen Passage aus dem Track „0815“.

Ermittlungen nicht nur zum aktuellen Material

Bei den Ermittlungen geht es nun offenbar aber nicht nur um die Passagen aus dem Bonus-Material des beim Echo ausgezeichneten Albums „Jung, brutal, gutaussehend 3“, sondern auch um älteres Material der Gangsta-Rapper.

Bereits kurz nach dem Echo-Skandal hatte die Plattenfirma BMG die Zusammenarbeit mit Farid Bang und Kollegah vorerst beendet. „Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen“, sagte Vorstandschef Hartwig Masuch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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fn

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