Philosophie und Pop

Yello-Sänger Dieter Meier war Gasthörer bei Adorno

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Ein Kinder der Frankfurter Schule: Dieter Meier. Foto: Sophia Kembowski

Mit seiner Band Yello hat Dieter Meier Musikgeschichte geschrieben. Aber der Schweizer hat sich nicht nur in die Welt der Töne gestürzt.

Frankfurt/Main (dpa) - Der Sänger der Schweizer Elektro-Pop-Pioniere Yello, Dieter Meier, hat sich als junger Mann mit der philosophischen Denkrichtung der Frankfurter Schule auseinandergesetzt.

"In meinen frühen Zwanzigern war ich wegen meiner damaligen Freundin regelmäßig in Frankfurt und habe an der Universität als Gasthörer die Vorlesungen von Adorno und Horkheimer besucht", sagte der 72-Jährige am Donnerstagabend in Frankfurt.

"Das war eine sehr wichtige Zeit. Ich habe mich sehr geborgen gefühlt in der Welt der Frankfurter Kritischen Theorie." Theodor W. Adorno habe ihn besonders beeinflusst. "Vor allem auch seine ästhetischen Betrachtungen fand ich sehr spannend. Das hat vieles ausgelöst in meinem Denken", sagte Meier, der auch als Maler arbeitet.

Als Musiker geht er in diesem Herbst gemeinsam mit seinem Duo-Kollegen Boris Blank zum ersten Mal in der fast 40-jährigen Geschichte von Yello ("Oh Yeah", "The Race") auf Tournee. Meier verspricht "witzige, selbstironische, opernhafte" Shows mit Videokunst und bis zu 14 Musikern auf den Bühnen einiger großer Konzerthallen in Deutschland.

Website Yello

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