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TÜV, Prämien, Führerschein: Das kommt 2023 auf Autofahrer zu

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Von: Lisa Mayerhofer

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Mit dem neuen Jahr kommen zahlreiche Änderungen auf Autofahrer zu – und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen.

Berlin - 2023 ist nicht mehr weit – und mit dem neuen Jahr kommen auch Neuerungen auf die Verbraucher zu. Betroffen sind nicht nur E-Autofahrer, sondern auch alle, die einen Verbrenner nutzen. Die wichtigsten Änderungen 2023 im Überblick:

Ab 2023: Masken im Verbandskasten nicht vergessen

Schon im Januar 2023 endet die Schonfrist für die Neuregelungen beim Verbandskasten im Auto. Ab dem 1. Februar droht dann ein Bußgeld, wenn der Verbandskasten nicht zwei medizinische Masken enthält. Dafür müssen das Dreiecktuch und das Verbandstuch mit vierzig mal sechzig Zentimeter Größe nicht mehr dabei sein. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Produkte nach wie vor in den Verbandskasten passen.

Wer im nächsten Jahr seinen Führerschein umtauschen muss

2023 sind die Autofahrer der Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964 dran: Sie müssen ihren Papier-Führerschein bis zum 19. Januar 2023 in die neue EU-einheitliche Fahrerlaubnis im Scheckkarten-Format umtauschen. Damit soll gewährleistet werden, dass alle in der EU noch in Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches und fälschungssicheres Muster erhalten.

Geplante Erhöhung der CO2-Bepreisung wird verschoben

Die planmäßige stufenweise jährliche Erhöhung der CO2-Bepreisung (5 Euro mehr je Tonne) hätte zum Jahreswechsel eigentlich zu einer weiteren Verteuerung von Benzin und Diesel führen sollen. Im Zuge des dritten Entlastungspakets hat die Bundesregierung diese Erhöhung um ein Jahr verschoben.

49-Euro-Ticket als Alternative?

Vor allem für Berufstätige, die das Auto nutzen, um damit täglich zur Arbeit zu kommen, könnte sich das deutschlandweit gültige 49-Euro-Ticket rechnen. Ob das „Deutschlandticket“, wie es offiziell heißen soll, für Berufspendelnde wirklich attraktiver ist als das Auto, hängt aber auch von der Qualität der Bahn- und Busverbindungen auf dem Arbeitsweg ab. Außerdem ist noch unklar, wann genau das Sparticket in Kraft treten kann.

E-Autos: Kaufprämie wird gekürzt, THG-Prämie muss beantragt werden

Ab 2023 ändert sich einiges für potenzielle Käufer von Elektroautos: Um die staatliche Kaufprämie zu erhalten, muss man ein E-Auto erstehen, das ausschließlich batterie-elektrisch betrieben wird oder mit einer Brennstoffzelle. Plug-in-Hybride bekommen die Prämie dagegen nicht mehr.

Außerdem gibt es weniger Geld: Ab 2023 beträgt die Förderung 4.500 Euro statt wie bisher 6.000 Euro für E-Autos, die netto bis zu 40.000 Euro kosten. 3.000 Euro gibt es für Autos bis 65.000 Euro netto. Dazu kommt dann noch der Zuschuss vom Hersteller, der die Hälfte der staatlichen E-Auto-Prämie beträgt.

Immerhin gibt es noch die jährliche THG-Prämie für E-Auto-Besitzer, die mehrere hundert Euro bringen kann. Diese muss 2023 allerdings neu beantragt werden.

Bis Ende November: Mit Wechsel der Kfz-Versicherung sparen
Ab 2023 ändert sich einiges für Autofahrer. (Archivbild) © Christin Klose/dpa-tmn

2023 ist die rosa TÜV-Plakette dran

Alle zwei Jahre steht die Hauptuntersuchung (HU) an. Wer an seinem Fahrzeug eine rosafarbene TÜV-Plakette hat, muss diese 2023 vornehmen. Insgesamt gibt es bei den Plaketten sechs verschiedene Farbtöne, die sich alle sechs Jahre wiederholen und anzeigen, in welchem Jahr die HU durchgeführt werden muss.

Neue Einteilung bei Kfz-Haftpflichtversicherung

Rund zehn Millionen Autofahrer mit reiner Kfz-Haftpflichtversicherung werden 2023 in eine höhere Regionalklasse eingestuft, für rund 5,5 Millionen geht es in eine niedrige. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, gilt in 101 Zulassungsbezirken eine höhere Regionalklasse. In 67 Bezirken ist sie kommendes Jahr niedriger. Für die übrigen 244 Bezirke und damit 26,8 Millionen Halter mit einer Kfz-Haftpflicht bleibt die Regionalklasse gleich.

Durch eine Neuordnung der Klassengrenzen gibt es bei der Kfz-Haftpflicht diesmal vergleichsweise viele Änderungen. Ganz allgemein gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger ist das für den Versicherungsbeitrag, der aber noch von weiteren Parametern bestimmt wird.

Der GDV errechnet jedes Jahr die Schadensbilanzen der gut 400 Zulassungsbezirke Deutschlands und teilt diese in Regionalklassen ein. Die Regionalklasse hängt vom Wohnort des Halters ab. Auch für Kasko-Policen gibt es Regionalklassen – hier gibt es zu 2023 etwas weniger Verschiebungen als bei der Haftpflicht. Egal, ob Haftpflicht oder Kasko: In welche Regionalklasse der eigene Bezirk eingeordnet ist, kann man über die Regionalklassen-Abfrage auf dem GDV-Portal abfragen.

Mit Material der dpa

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