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Von wegen „Erneuerung“ der CDU: Frau wollte für Vorsitz kandidieren, durfte aber nicht

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Von: Anna-Katharina Ahnefeld

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Kommunalpolitikerin Sabine Buder hat überraschend ihre Kandidatur-Ambitionen um den CDU-Vorsitz erklärt. Doch sie scheitert an ihren Partei-Kollegen.

Märkisch-Oderland – Helge Braun, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Bei diesem ungleichen Trio fällt vor allem eines direkt auf: Es sind nur Männer, die für den CDU-Vorstand und die Nachfolge Armin Laschets* kandidieren. Und das, obwohl die CDU nach ihrer Wahl-Niederlage mit Worten wie „Erneuerung“ um sich warf. Überraschend hatte am Dienstag, 16. November, die nahezu unbekannte CDU-Politikerin Sabine Buder ihren Hut in den Ring geworfen. Doch nominiert wurde die brandenburgische Kommunalpolitikerin nicht. Ihr Kreisverband verhinderte dies.

Wie der RBB berichtete, lehnte der CDU-Kreisverband Märkisch-Oderland den Antrag der 37-Jährigen am Dienstagabend ab. Kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist für den CDU-Bundesvorstand am Mittwoch hatte sie zuvor ihre Ambitionen verkündigt.

Kampf um den CDU-Vorsitz: „Signal an junge Frauen“? – Politikerin scheitert an eigenem Kreisverband

„Ich bin bereit, meinen Beitrag zur Erneuerung der Partei zu leisten“, hatte die vierfache Mutter dem ARD-Politikmagazin „Report München“ vor der Entscheidung des Kreisverbands am Dienstag gesagt. Ihre Bewerbung „soll auch ein Signal an junge Frauen sein, mutig zu sein, Verantwortung zu übernehmen“, führte sie weiter an. Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte Buder zwar knapp das Direktmandat im Wahlkreis Märkisch-Oderland-Barnim 2 verpasst, aber mit 23,4 Prozent das beste Erststimmen-Ergebnis in Brandenburg erzielt.

Kampf um den CDU-Vorsitz: „Signal an junge Frauen“? – Politikerin scheitert an eigenem Kreisverband
Kampf um den CDU-Vorsitz: „Signal an junge Frauen“? – Politikerin Sabine Buder scheitert an eigenem Kreisverband © Screenshot ARD-MoMa/Twitter/Sabine Buder

Mit ihrem unkonventionellen Wahlkampf, meist ohne Unterstützung von Landespolitikern, hatte Buder für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach der Wahlniederlage kritisierte sie ihre Partei wegen des Wahlkampfes hart und forderte immer wieder einen personellen und inhaltlichen Neuanfang. Ihre Absicht zu kandidieren, kam auch insofern überraschend, als dass die CDU*-Politikerin erst kurz zuvor ihre Unterstützung für Friedrich Merz bekundet hatte. „Aus meiner Sicht kann es für den Job nur einen geben“, schrieb sie auf ihrem Facebook-Account und veröffentlichte dazu ein Bild von sich und dem 66-Jährigen.

Zum Scheitern ihrer Nominierung sagte Buder laut Spiegel: „Klar bin ich enttäuscht“. Dennoch sei sie froh darüber, es gewagt zu haben.

Laschet-Nachfolge: CDU wählt neuen Vorsitzenden – Braun, Röttgen und Merz im Rennen

Die CDU wählt ihren neuen Vorsitzenden im Januar auf einem Bundesparteitag. Vorher sollen die Mitglieder erstmals per Urwahl entscheiden. Bislang haben der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz*, der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen und der bisherige Kanzleramtsminister Helge Braun ihre Kandidatur für die Nachfolge von Armin Laschet erklärt.

Merz hatte am Dienstag den früheren Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja als künftigen Generalsekretär vorgeschlagen. Gleichzeitig sprach er sich für die 34-jährige Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp aus Baden-Württemberg als stellvertretende Generalsekretärin aus. Dieser Posten existiert allerdings bisher nicht und müsste über eine Satzungsänderung erst noch geschaffen werden. (aka mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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