Terrorgefahr in Europa wächst

Verfassungsschutz: IS-Erfolge sind Bedrohung für Europa

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Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Massen (l), und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere stellen in Berlin den Verfassungsschutzbericht 2014 vor. Foto: Stephanie Pilick

Berlin - Die Terrorgefahr in Europa wächst nach Einschätzung des Verfassungsschutzes desto mehr, je länger die Terrormiliz IS in Syrien und im Irak ein staatsähnliches Gebiet beherrschen kann.

"Die militärischen Erfolge des IS und die Ausrufung des "Kalifats" haben zu einer neuen Dimension terroristischer Bedrohung geführt", heißt es im Verfassungsschutzbericht 2014, der in Berlin vorgestellt wurde. Sollte sich die Miliz Islamischer Staat (IS) auf längere Sicht in einem größeren Gebiet etablieren, hätte der "transnationale" Dschihad mehr noch als seinerzeit in Afghanistan ein "logistisches Zentrum". Dadurch würden die Terroristen in die Lage versetzt, auch komplexe Attentate zu koordinieren. 

Die Proklamation des sogenannten Kalifats und die militärischen Erfolge sorgten für eine euphorische Stimmung bei Dschihadisten auch in Europa, heißt es in dem Bericht. Die Folge sei eine ständig steigende Reisewelle zur Unterstützung des IS. 

Die Zahl der Rechtsextremisten ist in Deutschland im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen. Die Zahl der rechtsextremistischen Attacken und Propagandaaktionen gegen Asylbewerberunterkünfte hat sich jedoch laut Verfassungsschutz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht: auf 170.

dpa

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