Kim hat es wohl gefallen

Mit diesem skurrilen Video wollte Trump Nordkoreas Diktator überzeugen

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Trump und Kim in Singapur.

Es gibt viele gute Gründe für eine atomare Abrüstung Nordkoreas. Ob wohl übers-Wasser-galoppierende Schimmel dazugehören? Donald Trump glaubt das offenbar.

Washington/ Singapur: Imposante Musik, gestochen scharfe Bilder, pathetische Worte aus dem Off: Man kennt diese Machart von Trailern zu amerikanischen Blockbustern oder von Imagefilmen in der Geschäftswelt. Natürlich wollen solche Filmchen Emotionen ansprechen, um einen Film zu bewerben, ein Produkt zu kaufen - oder eben politische „Überzeugungsarbeit“ zu leisten. 

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Im Internet ist nun ein Film zu sehen, den man auch als politische Propaganda einordnen könnte - und er stammt direkt aus dem Weißen Haus.

Bei dem Video handelt es sich um einen Clip, den Trump Kim auf seinem iPad präsentierte. Er sollte den nordkoreanischen Machthaber wohl von der richtigen Sicht der Dinge überzeugen. Der etwas über vier Minuten lange Clip zeigt, wie es in Nordkorea einmal aussehen könnte, träfe Diktator Kim Jong Un die, aus Sicht der USA, richtigen Entscheidungen: In bunten Bildern ist ein wirtschaftlich florierendes Land zu sehen, in dem die Bürger ihrem Kim zujubeln. Das absolute Highlight sind dabei eine Horde Schimmel, die elegant über über das Meer galoppieren.

Dann, ein Filmriss - von nun an sieht man trostlose Hütten, Armut und Krieg. Bilder aus der Vergangenheit. Die Stimme aus dem Off spricht von einer einmaligen Chance. Die Botschaft ist klar: Kim, du hast die Wahl: Wohlstand und Frieden oder Krieg und Zerstörung. Reichlich geschwollen heißt es dann auch zum Schluss: „We will shake the hands of peace.“ - Wir werden die Hand des Friedens schütteln. 

Trump überrascht Journalisten auf Pressekonferenz mit Video

Auf der Pressekonferenz in Singapur zeigte Trump das Video den Medienvertretern, die zunächst meinten, es handele sich um einen Propagandastreifen aus Nordkorea. Entsprechend überrascht waren sie, als der US-Präsident sagte, er glaube, es hätte Kim gefallen.

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Das kann US-Abrüstungsexperte Jon Wolfsthal nicht so ganz glauben. Der britischen Zeitung „The Guardian“ sagte er mit Blick auf Trumps Vergangenheit als Geschäftsmann: „Das ist genau die Art Video, die ein Immobilien-Entwickler potenziellen Kunden zeigt. Ich habe meine Zweifel, ob das den gewünschten Effekt hatte."

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