Nahm an Pegida-Demo teil

Dresdner „Hutbürger“ fordert Entschädigung vom ZDF - AfD-Anwalt vertritt ihn

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Streetart zu Polizeieinsatz.

Ein Mann, der vor einer Pegida-Demo von einem ZDF-Team gefilmt wurde und ihnen deswegen eine Straftat vorwarf, fordert nun eine Entschädigung von dem Fernsehsender. 

Dresden - Der als Dresdner „Hutbürger“ bekannt gewordene Ex-Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes fordert eine Entschädigung vom ZDF. Dabei gehe es um eine Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung, bestätigte sein Anwalt - der sächsische AfD-Vize Maximilian Krah - am Freitag einen Beitrag des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Eine Klage ging am Freitag laut Krah an das Landgericht Dresden. Die Entschädigung solle demnach 20.000 Euro nicht unterschreiten. Immerhin habe der Mann seinen Job wechseln müssen, sagte Krah der Deutschen Presse-Agentur.

„Hutbürger“ warf Fernsehteam vor eine Straftat zu begehen

Der Mann mit Anglerhütchen in Deutschlandfarben hatte im August 2018 am Rande einer Pegida-Demonstration beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautstark gegen Fernsehaufnahmen des ZDF protestiert. Zudem hatte er den Journalisten vorgeworfen, damit eine Straftat zu begehen. In der Folge hatten Beamte ein ZDF-Team über 45 Minuten festgehalten. Das wurde als Eingriff in die Pressefreiheit gewertet und löste bundesweit Kritik aus.

Mann hatte Kameramann „irrtümlich für einen Antifa-Fotografen“ gehalten

„Man hätte den Mann nicht unverpixelt zeigen dürfen“, so Krah. Der Mann sei keine Person der Zeitgeschichte, zudem habe er sich nur auf dem Weg zu einer Demo gefunden. Der ehemalige LKA-Mitarbeiter habe nur gelegentlich an Pegida-Demonstrationen teilgenommen und den Kameramann damals „irrtümlich für einen Antifa-Fotografen“ gehalten, so Krah laut „Spiegel“. Währenddessen macht sich Entsetzen über Äußerungen einiger Pegida-Demonstranten breit, die den Mord an Walter Lübcke rechtfertigen wollen.

dpa

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