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Kretschmer zum Atomausstieg: „Ideologie können wir uns nicht leisten“

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Von: Lucas Maier

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Während in der Ukraine weiterhin gekämpft wird, wird in Deutschland die Energiefrage diskutiert.

Dresden – Hohe Preise für Gas und Strom: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich für eine Verlängerung der Atomlaufzeiten in Deutschland aus. Dabei geht es dem stellvertretenden CDU-Vorsitzenden nicht nur um die drei verbliebenen Atomkraftwerke.

„Ideologie können wir uns in der jetzigen Lage nicht leisten“, sagte der CDU-Mann am Samstag (25. September). Mit Blick auf die Endlagersuche fügt er hinzu „es [ist] doch nicht entscheidend, ob die deutschen Atomkraftwerke 5, 10 oder 15 Jahre länger am Netz bleiben“.

Energie-Krise in Deutschland: Kretschmer fordert mehr Strom aus Atomkraft.
Energie-Krise in Deutschland: Kretschmer fordert mehr Strom aus Atomkraft. (Archivbild) © Sebastian Kahnert/dpa

Energie-Krise in Deutschland: Atomkraftwerke statt Gas aus Russland?

Die Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sehen vor, zwei Kraftwerke für den Fall von Engpässen noch bis Mitte April einsatzbereit zu halten. Hiervon wären die Kraftwerke Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg betroffen. Unter der Merkel-Regierung war der Atomausstieg für alle deutschen Atomkraftwerke zum Jahresende beschlossen worden.

Es gehe gar um eine „neue Energiewende“, so Kretschmer. „Natürlich müssen wir klimaneutral werden. Bisher war Gas als Brückentechnologie geplant. Das wird vermutlich so nicht gehen, also brauchen wir gemeinsam einen neuen Weg.“ Atomkraftwerke seien laut dem CDU-Mann CO₂-freie Energielieferanten.

Kretschmer: Deutschland kann nicht auf russisches Gas verzichten

„So lange wir sie brauchen“, sollten die Meiler am Netz bleiben sagte Kretschmer laut Deutscher Presse-Agentur. „Wir erleben gerade, dass wir auf russisches Gas nicht verzichten können. Unsere Sanktionen haben diese Mangelsituation auch mit verursacht“, sagte Kretschmer weiter. Ein niedriger Gaspreis könnte nur erreicht werden, wenn sich alle in dieser „extremen Energienotlage“ gemeinsam aufmachen würden.

„Dafür müssen wir alle Maßnahmen ergreifen. Da geht es um Gas aus Katar, die Erschließung von Gasquellen in Deutschland und zu gegebener Zeit auch wieder russisches Gas“, so der CDU-Politiker. „Es muss unser Ziel sein, nach dem Ende des Angriffs auf die Ukraine wieder Gas aus Russland zu beziehen.“ Der aktuelle Gaspreis ruiniere die deutsche Industrie. (Lucas Maier mit dpa)

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