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Flixbus möchte ins 49-Euro-Ticket – und fordert zweistelligen Millionenbetrag

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Von: Patricia Huber

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Das 9-Euro-Ticket hat im Sommer dem Fernbusunternehmen Flixbus viele Kunden gekostet, die deshalb lieber auf den ÖPNV umgestiegen sind. Nun möchte das Unternehmen vom 49-Euro-Ticket profitieren.

München – Mit dem Neun-Euro-Ticket war Bus- und Bahnfahren im vergangenen Sommer so günstig wie nie. Das Spar-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kam so gut bei den Verbrauchern an, dass jetzt bereits ein Nachfolgemodell in den Startlöchern steht. So günstig wie in den drei Entlastungspaket-Monaten wird es zwar nicht mehr, aber immerhin günstig genug, um den ÖPNV ein wenig attraktiver zu machen.

Flixbus will ins 49-Euro-Ticket – strebt aber „kein Zusatzgeschäft“ an

Dann soll die Nutzung des Nahverkehrs für nur 49 Euro möglich sein. Einem bestimmten Unternehmen dürfte das aber nicht ganz so sehr gefallen. Das Bus- und Bahnunternehmen Flix litt bereits unter dem Neun-Euro-Ticket, berichtet der Spiegel. Denn viele nutzten lieber die günstigeren Regionalzüge mit dem Sparticket, als die teureren Fernreisebusse von Flixbus.

Um die Kunden nicht auch mit dem 49-Euro-Ticket wieder zu verlieren, möchte Flixbus nun in das Angebot mit einbezogen werden. Bei der Vergütung stellt sich Flixbus-Chef André Schwämmlein eine Summe im kleinen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vor, sagt er dem Spiegel. Er macht aber auch klar: „Wir streben mit der Beteiligung kein Zusatzgeschäft an.“ Er hält seine Forderung für einen „überschaubaren Betrag“.

Flixbus im 49-Euro-Ticket würde „Menschen im ländlichen Raum großen Mehrwert bieten“

Gegenüber der FAZ argumentiert Schwämmlein außerdem, dass Flixbus in vielen Bundesländern – besonders auch in Bayern – die Lücken zwischen Fern- und Nahverkehr schließt. „Fernbusse als bereits heute umweltfreundlichstes Verkehrsmittel würden als Teil des neuen Angebots vor allem den Menschen im ländlichen Raum einen großen Mehrwert bieten – zu einem Bruchteil der Gesamtkosten“, erklärt er der Zeitung. Er hält das 49-Euro-Ticket ohne Fernbusse für unvollständig.

Es sei jedoch anzumerken, dass es sich bei dem 49-Euro-Ticket auch wieder um ein Ticket handeln soll, welches lediglich für den Nahverkehr gilt. Damit sollen besonders Berufspendler und Vielfahrer entlastet werden. Fernreisen mit dem ICE oder EC sollen hier, wie bei dem Neun-Euro-Ticket auch, nicht inkludiert sein. Dies würde die Aufnahme von Flixbus in das 49-Euro-Ticket ohnehin ausschließen. (ph)

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