CDU lehnt "starre Regeln" ab

Koalitionsstreit über Recht auf Homeoffice schwelt weiter

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Büro im Wohnzimmer: Die große Koalition streitet weiter über das von der SPD geforderte Recht auf Arbeiten von zu Hause aus. Foto: Daniel Naupold

Nichtstun ist beim Thema Homeoffice keine Option, meint Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Doch der Widerstand gegen ein Recht auf Heimarbeit bleibt beim Koalitionspartner und den Arbeitgebern groß.

Berlin (dpa) - Die große Koalition streitet weiter über das von der SPD geforderte Recht auf Arbeiten von zu Hause aus. Trotz Kritik von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) an seinen Plänen fest.

"Der Wirtschaftsminister irrt, wenn er hier Nichts-Tun für eine Option hält. Ich werde im Herbst einen Gesetzentwurf dazu vorlegen", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

Altmaier hatte der "Rheinischen Post" (Samstag) zuvor gesagt, ein Rechtsanspruch auf Homeoffice sei nicht notwendig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. "Wir brauchen mehr Flexibilität, nicht mehr starre gesetzliche Regelungen", argumentierte der CDU-Politiker.

Heil sagte: "Die Arbeitswelt verändert sich." Mit dem Recht auf mobiles Arbeiten sollten "da, wo es betrieblich möglich ist", mehr Chancen für Homeoffice geschaffen werden. "Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass wir neue Chancen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen wollen. Dazu wird das Recht auf mobiles Arbeiten einen Beitrag leisten."

Im Februar war bekanntgeworden, dass das Bundesarbeitsministerium bessere gesetzliche Regeln für zeitweises Arbeiten von zu Hause aus vorlegen will. Die SPD stößt mit ihren Plänen für ein Recht auf Homeoffice aber auf entschiedenen Widerstand in der Union und bei den Arbeitgebern.

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