Wahlkampf in Rosenheim

"Spritzig, anregend, jung": CSU verteilt "Söder-Water"

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Weihwasser? Nicht ganz! Nur "Söder-Water". Die CSU verteilte die Flaschen bei der Wahlkampfveranstaltung in Rosenheim. 

Der Landtagswahlkampf geht in seine Endphase. Bei einem Auftritt in Rosenheim am Samstag attackierte Ministerpräsident Markus Söder erneut die AfD scharf.

Rosenheim - Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rosenheim wehrte sich Söder gegen den Spott am Wahlkampf-Logo für das umstrittene Luft- und Raumfahrtprogramm "Bavaria One", das von der JU entwickelt wurde und ein Porträt Söders zeigt. "Wer da spottet, hat keine Ahnung, worum es geht", erklärte Söder. Es gehe nicht um Reisen durch das Weltall sondern ein Satellitenprogramm, das durch Beobachtungen aus dem All, beispielsweise von Nitratgehalten im Boden oder Wasserständen, konkrete wirtschaftliche und umweltpolitische Vorteile bringe. 

Derweil dachte sich die CSU einen neuen Wahlkampfgag aus. Es wurde sogenanntes "Söder-Water" verteilt. Ruckzuck waren die Flaschen vergriffen, viele nahmen sie mit nach Hause als Souvenir. 

Auch die Reporter bekamen "Söder-Water". 

Söder beklagt "Ego first"-Mentalität 

Deutschland sei derzeit "so gespalten wie noch nie", erklärte Söder. Dass populistische Parteien in ganz Europa Erfolge feiern, bedauerte der Ministerpräsident. Diese würden zur "Zerfaserung und Zersplitterung" der Gesellschaft beitragen. "Da gilt: 'Ego first' und es gibt keine Bereitschaft für Kompromisse und Ausgleich für alle." 

Er warnte vor dem Einfluss von Ideologen und Populisten. Unter Ideologen verstehe Söder diejenigen, welche ihre Überzeugungen um jeden Preis durchsetzen wollten, was sich in Verbotsforderungen und Vorschriftenfluten realisiere. "Wir in Bayern sind aber ein Freistaat und kein Verbotsstaat!"

"Die Populisten wiederum wollen die maximale Verunsicherung schaffen, bieten aber auch keine echten Lösungen, weil sie sich dadurch ja selbst überflüssig machen würden", so Söder.

Söder über die AfD: "Chemnitz hat das wahre Gesicht dieser Partei gezeigt" 

Die AfD sei keine reine Protestpartei mehr, sondern habe sich massiv verändert. "Frauke Petry wollte Höcke noch ausschließen, jetzt ist sie selbst draußen und er der starke Mann!" Vor allem Chemnitz habe das wahre Gesicht dieser Partei gezeigt. Höcke übernehme dort sukzessive die inneren Strukturen und sei dort Seite an Seite mit der NPD, mit Pegida und mit Hooligans aufgetreten. "Die AfD Bayern sind treueste Höcke-Vasallen und eine der rechtesten Gruppen die es innerhalb der AfD gibt." 

Sie würde freien Waffenbesitz, Milizen und Bürgerwehren fordern. Dabei werde nicht nur das Gewaltmonopol des Staates in Frage gestellt, sondern auch der Versuch unternommen, eine ganz andere politische Kultur im Land zu haben. 

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel über den Wahlkampfauftritt von Markus Söder auf rosenheim24.de

Videos von rosenheim24.de zum Söder-Auftritt

Lesen Sie auch auf Merkur.de: Herr Söder, kriegen Sie die AfD klein?

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