Schock-Studie

So viele Thüringer sind rechtsextrem eingestellt

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Springerstiefel waren lange ein Erkennungsmerkmal der rechten Szene. Inzwischen treten Rechte häufig wesentlich moderater auf.

Erfurt - "Das Eis, auf dem wir gehen, ist dünner geworden", sagt einer der Autoren einer aktuellen Studie, nach der fast ein Viertel der Thüringer rechtsextrem eingestellt ist. Die Details:

In dem heute vorgestellten "Thüringen Monitor" äußerten sich 24 Prozent der Bevölkerung entsprechend. Im vergangenen Jahr waren es 17 Prozent. Bei fremdenfeindlichen Haltungen sei jedoch nur ein leichter Anstieg zu beobachten.

Vier von zehn Thüringern wollen keine Asylbewerberheime in unmittelbarer Nachbarschaft. Je kleiner der Ort, desto größer die Ablehnung. Außerdem finden 70 Prozent der Befragten nicht, dass der Staat Asylanträge großzügiger prüfen sollte. Jeder dritte würde an einer Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit teilnehmen. 61 Prozent würden das nicht tun. 23 Prozent schlossen nicht aus, an Protesten gegen Islamisierung teilzunehmen. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Demonstrationen der fremdenfeindlichen Thügida-Bewegung.

Die Daten stammen vom Juni dieses Jahres, also bevor es den großen Zustrom von Flüchtlingen gab. Die Autoren, darunter der Soziologe Heinrich Best von der Uni Jena, werten die Zahlen als "Symptom einer Abwendung von einer politischen Ordnung und einem politischen Personal, der und dem man nicht zutraut, die Probleme der Zeit in einer die unterstellten nationalen Interessen wahrenden Weise zu lösen".

dpa

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