Beim Aufstellen von Wahlplakaten

Thüringer Linken-Landtagskandidatin laut Partei von Rechten angegriffen

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Ein Wahlplakat für die Linke im Osten. Bei der angeblichen Tat wurde eine Politikerin beim Anbringen eines Plakats von Rechtsextremen angegriffen.

Die Thüringer Landtagskandidatin Katja Maurer (Die Linke) ist nach Angaben ihrer Partei beim Anbringen von Wahlplakaten von zwei Rechtsextremen angegriffen worden.

Erfurt - Ein Mann und eine Frau entrissen Maurer demnach am Samstag in Erfurt "unter lautstarkem Geschrei" ein Wahlplakat und nahmen es mit. Die beiden hätten gerufen, dass sie keine Plakate der Linken duldeten, erklärte ein Sprecher.

Die Polizei teilte mit, die Täter seien festgestellt worden. Es handele sich um eine 63-jährige Frau und einen 51-jährigen Mann. Über diese lägen "gegenwärtig keine Erkenntnisse über politisch motivierte Straftaten" vor. Die Kriminalpolizei Erfurt übernahm die Ermittlungen.

Die Linkspartei erstattete Anzeige. Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow machte die AfD für den Vorfall verantwortlich: "Wer Demokratinnen und Demokraten denunziert und den drohenden Untergang Deutschlands herbeibeschwört, motiviert gewaltbereite Rechte, zur Tat zu schreiten", erklärte sie.

Linken-Chefin Katja Kipping verurteilte den Angriff auf die Wahlkämpferin und ihre Helfer. Diese seien mit dem Schrecken davon gekommen. "Militante Rechte versuchen, ein Klima der Angst zu schaffen, in dem es niemand mehr wagt, ihnen zu widersprechen", kritisierte Kipping. Zugleich betonte sie: "Wir lassen uns nicht einschüchtern." Die "Brandstifter, die Hass und Intoleranz säen", dürften niemals siegen.

afp

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